Kärntner SPÖ demonstriert Einigkeit

Sommerfest

© APA/ Eggenberger

Kärntner SPÖ demonstriert Einigkeit

Am Tag ihres überraschenden politischen Rücktritts sind am Dienstag vergangener Woche die Einladungen für die "Gaby Schaunig Sommernacht" der Kärntner SPÖ in den Briefkästen gelegen. Nach einer kurzen Schrecksekunde wurde das Sommerfest auf Schloss Loretto nicht abgesagt, sondern kurzerhand in ein Einstandsfest für ihren designierten Nachfolger Reinhart Rohr umgewidmet.

Rohr und die erst am Donnerstag angelobten neuen SPÖ-Landesräte Nicole Cernic und Peter Kaiser begrüßten jeden Gast, in erster Linie waren Funktionäre und Journalisten gekommen. Angesichts der innerparteilichen Turbulenzen herrschte im Schlossgarten am Ufer des Wörthersees eine fröhliche Stimmung, die auch von zwischenzeitlichen Regenschauern nicht ernsthaft beeinträchtigt werden konnte. Rohr, der derzeit die Geschäfte der Partei führt und von den SPÖ-Granden einstimmig als Parteivorsitzender designiert wurde, beschwor einen Weg der "Zuverlässigkeit und Geradlinigkeit", den es für die Sozialdemokraten zu gehen gelte.

Schaunig bleib Abend fern
Vorgängerin Gaby Schaunig hatte es vorgezogen, dem Abend fernzubleiben. Rohr dankte ihr folglich in Abwesenheit für "mehr als neun Jahre Arbeit in der Regierung" und für drei Jahre an der Spitze der Partei. Auch der gegen Peter Kaiser ausgewechselte Ex-Gesundheitslandesrat Wolfgang Schantl wurde bedankt, er hatte im Gegensatz zu Schaunig der Einladung Folge geleistet, was ihm quasi post festum eine "gute Nachred'" bei den Funktionären einbrachte. "Sehr anständig" sei es, dass er doch aufgetaucht wäre, war allenthalben zu hören.

Nicht nach Klagenfurt gekommen war Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter, dem nachgesagt wird, sein Scherflein zum Rücktritt der Parteichefin beigetragen zu haben. Dafür stattete die neue Frauenministerin Heidrun Silhavy den Kärntner Genossen ebenso einen Besuch ab wie der ehemalige Außenminister Erwin Lanc. Im Laufe des Abends verzogen sich die Regenwolken und es konnte ungestört gefeiert werden. "Das ist ein gutes Omen", kommentierte ein Funktionär die atmosphärischen Veränderungen durchaus mit Bezug auf die Situation innerhalb der Partei.

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