Kritik von Wirtschaft, Jubel bei FPÖ

ÖAAB-Bildungskonzept

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Kritik von Wirtschaft, Jubel bei FPÖ

"Gut gemeint, aber definitiv kein Zukunftskonzept" ist das ÖAAB-Bildungsprogramm für den Präsidenten des management clubs (mc) und Ex-ÖVP-Landesrat Herbert Paierl. Die zehn Punkte des "etwas zahnlosen" Papiers würden "mit Sicherheit nicht ausreichen, um das österreichische Dauerabo für die hintersten OECD-Ränge und die schlechten PISA-Ergebnisse aufzukündigen", so Paierl am Dienstag in einer Aussendung. Freude herrscht dagegen bei der FPÖ, die den ÖAAB auf ihrer Linie sieht.


Paierl konzedierte dem ÖAAB zwar Schritte in die richtige Richtung. Die "vollmundigen ÖAAB-Forderungen" könnten aber "nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem die zentralen Bereiche Schulautonomie oder Lehrerdienstrecht umschifft oder gar nicht erst angesprochen werden". Motto des Papiers sei offenbar "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" gewesen.

Der mc fordert unter anderem ein einheitliches Lehrerdienst- und -besoldungsrecht samt Leistungsanreizen, die Einsparung der Landesebene sowie den Rückzug des Bundes auf strategische Aufgaben bei der Schulverwaltung zugunsten einer Stärkung der Schul- und Regionalebene, einen offenen Arbeitsmarkt für Lehrer und Globalbudgets für Schulen.

Jubel bei der FPÖ
Ausdrücklich begrüßt wird das ÖAAB-Bildungskonzept dagegen von der FPÖ. "Anscheinend ist die ÖVP aus ihrer bildungspolitischen Absenz zurückgemeldet", so FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz in einer Aussendung. Mit der Beibehaltung der Hauptschule in verbesserter und gestärkter Form liege der ÖAAB auf Linie der FPÖ. "Nur deswegen, weil in den roten Hochburgen - vor allem in Wien - die Hauptschule abgewirtschaftet wurde, soll nicht ganz Österreich darunter leiden müssen und die niveausenkende Gesamtschule in Form der Neuen Mittelschule aufgezwungen werden." Da "mittlerweile die starken Kräfte in der ÖVP gegen die Neue Mittelschule sind, ist der Schulversuch zu beenden", folgert Rosenkranz.

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