Meinungen zu weniger Tempo 100 sind geteilt

Verkehrsregeln

Meinungen zu weniger Tempo 100 sind geteilt

Tempo 100 auf Autobahnen soll eingeschränkt werden. Verkehrsminister Werner Faymann will das Geschwindigkeitslimit nur mehr an den Tagen in Kraft setzen, an denen die Schadstoffgrenzen erreicht werden. Außerdem will er, dass die Regelungen nur mehr Sache des Bundes sind. Aus den Bundesländern kommen unterschiedliche Reaktionen. Die roten Stimmen unterstützen Faymann, die schwarzen sind gegen einen Wechsel der Zuständigkeit zum Bund.

Rote Zustimmung
Der steirische Umweltlandesrat Manfred Wegscheider findet eine bundesweite Regelung sinnvoll, da der Feinstaub nicht an den Ländergrenzen haltmache. Auch der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider findet es gut, wenn die IG-Luft-Tempobeschränkungen dem Bund zufallen. Ins gleiche Horn stößt der Tiroler Verkehrslandesrat Hans Lindenberger.

Schwarze Kritik
Der Vorarlberger Umweltlandesrat Erich Schwärzler hat nichts gegen eine zeitliche Beschränkung der 100er-Zonen, sieht aber keinen Grund, den Ländern die Kompetenz wegzunehmen. Er will sich wenigstens ein Mitspracherecht behalten. Auch der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer hat nichts gegen flexible Tempolimits, will aber die Zuständigkeit nicht aus der Hand geben.

Oranges Bravo
Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler vom BZÖ gibt die Tempo-Kompetenz gern an den Verkehrsminister ab. Dörfler erhofft sich dadurch weniger Luft-Hunderter.

Bundesgrüne Kritik
Die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser, bezeichnet das Vorhaben als populistisch. Ihr Argument: die Tempolimits hätten nachweislich eine deutliche Verringerung der Schadstoffbelastung gebracht. Faymanns Linie würde dagegen die Wirkung um 40 Prozent reduzieren.

Globaler Ärger
Global 2000 attestiert Faymann, sich bisher nicht ernsthat genug mit dem Klimaschutz beschäftigt zu haben. Mit einem durchgängigen Tempolimit von 80 auf Landstraßen und 110 km/h auf Autobahnen könne man jährlich 1,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen, so die Umweltschutzorganisation.

Autofahrerlobby dafür
Der ARBÖ begrüßt die Faymann-Pläne ausdrücklich, denn "es hat wenig Sinn, Feinstaub rund um die Uhr zu bekämpfen, auch dann, wenn es ihn gar nicht gibt."

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