SPÖ-interne Stimmensammlung gegen Faymann

Salzburg

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SPÖ-interne Stimmensammlung gegen Faymann

Der frühere SPÖ-Landesvorsitzende Wolfgang Radlegger sammelt seit Tagen Mitstreiter, die Werner Faymann als neuen Parteichef verhindern wollen. Mit dem ehemaligen SPÖ-Zentralsekretär Heinrich Keller, der früheren Wiener Kulturstadträtin Ursula Pasterk und Salzburgs Ex-Bürgermeister Josef Reschen habe er bereits einige gefunden.

"Ein Aal greift sich rauer an"
"Aalglatt ist der falsche Ausdruck. Gegen diesen Typus von Politiker greift sich ein Aal rauer an", zitieren die "Salzburger Nachrichten" Radlegger, der nun Geschäftsführer der Wüstenrot-Holding ist. Kanzler Alfred Gusenbauer und Faymann seien "Teflon-Politiker" ohne Herz. "Man lässt sich nicht als Politiker von einem Herausgeber an der Nase herumführen." Da lobe er sich Außenministerin Ursula Plassnik (V).

"Es werden immer mehr mitmachen"
Um Faymann als neuen Parteichef zu verhindern, wurde Radlegger aktiv. "Ich telefoniere seit Tagen, es werden immer mehr, die mitmachen", sagte er. Mit dem ehemaligen SPÖ-Zentralsekretär Heinrich Keller, der früheren Wiener Kulturstadträtin Ursula Pasterk und Salzburgs Ex-Bürgermeister Josef Reschen habe er bereits einige gefunden, berichteten die "Salzburger Nachrichten" am Donnerstag. Ziel der Gruppe sei es, "einen neuen personellen Boden in der Parteiführung zu legen". Wie der Protest kanalisiert werden solle, darüber herrsche noch Unklarheit. Das könne über eine Petition, über Anträge beim Parteitag oder auch über öffentliche Protestmaßnahmen erfolgen.

Die Gruppe hat sich laut Radlegger auch bereits Gedanken über mögliche Nachfolger an der Parteispitze gemacht. "Namen nenne ich keine. Die werden sonst sofort kaputtgemacht." Er selbst wolle politisch aber nichts mehr werden. "Ich melde mich allein aus Sorge um die SPÖ und die österreichische Politik zu Wort."

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