Schmied macht Gewerkschaft jetzt Beine

Lehrer-Dienstrecht

Schmied macht Gewerkschaft jetzt Beine

Die SPÖ-Unterrichtsministerin setzt beim neuen Lehrerdienstrecht auf Frauenpower – zusammen mit den Ministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek und Maria Fekter will sie es durchsetzen: Es soll für Junglehrer All-In-Verträge & höhere Anfangsgehälter bringen.

ÖSTERREICH: Das Lehrerdienstrecht sollte Ende 2011 fertig sein. Warum wackelt der Termin?
Claudia
Schmied:: Es ist ein epochales Projekt: Für eine ganze Generation von LehrerInnen wird ein komplettes Berufsbild neu entwickelt. Entscheidend ist, dass alle dieses „Ja, wir wollen“ in sich tragen.
ÖSTERREICH: Und das tut die Gewerkschaft auch?
Schmied:: Ich hoffe es. Optimistisch macht mich, dass dieses Projekt drei entschlossene Frauen betreiben. Ich kooperiere eng mit Beamtenministerin Heinisch-Hosek. Die Gespräche mit Finanzministerin Fekter zeigen, dass sie entschlossen ist und Handschlagqualität hat.
ÖSTERREICH: Werden die ersten Junglehrer im Schuljahr 2012/2013 starten?
Schmied:: Eine politische Vereinbarung bis Jahresende ist das durchaus ambitionierte Ziel, danach kommt der parlamentarische Prozess. Ja, es ist möglich, dass wir mit September 2012 starten. Aber das liegt nicht allein in meiner Hand. Da müssen alle mitspielen, auch die Gewerkschaft.
ÖSTERREICH: Sie eröffnen 114 Neue Mittelschulen. Ihr Ziel bleibt die Gesamtschule?
Schmied:: Ja, mein Plan ist die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen, da brauchen wir gar nicht drum herumzureden.
ÖSTERREICH: Die ÖVP sagt, Sie erreichen das, indem Sie die AHS austrocknen.
Schmied:: Da widerspreche ich: Seit ich Ministerin bin, gibt es keine Kürzungen, im Gegenteil. Aber es stimmt: Die Neuen Mittelschulen bekommen für Team-Teaching in den Hauptgegenständen einen zweiten Lehrer dazu.
ÖSTERREICH: Und die AHS-Unterstufen nicht.
Schmied:: Sie kriegen das auch, wenn sie auf die Neue Mittelschule umsteigen.
ÖSTERREICH: Wann ist die Gesamtschule Realität?
Schmied:: Das Machbare mit dem Regierungspartner tun wir. Es stehen die einzelnen Schulvarianten zur Wahl. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: die nächste Wahl bringt Mehrheiten, die eine gemeinsame Schule politisch möglich machen. Variante zwei: Die Zufriedenheit mit der neuen Schule wird so stark, dass sie einfach durch den Druck der Eltern und die hohe Nachfrage Realität wird.
ÖSTERREICH: An den Unis herrscht ein Anmelde-Chaos. Was erwarten Sie von Minister Töchterle?
Schmied:: Dass er so rasch wie möglich ein Gesamtkonzept vorlegt.
ÖSTERREICH: Mit Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen?
Schmied: Eine Debatte um Studiengebühren bringt uns nicht weiter. Wir haben uns gegenüber der EU verpflichtet, die Akademikerquote stark anzuheben.

Autor: G. Schröder
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