Strache und Pilz streiten über Wien

Heißes Rede-Duell

© Pauty/Kernmayer

Strache und Pilz streiten über Wien

ÖSTERREICH: In Oberösterreich sitzen die Grünen bereits in einer Landesregierung. Herr Strache, warum sollte Rot-Grün in Wien nicht funktionieren?

HC Strache: Die Wähler haben dieser Multikulti-Partei in Wien eine Absage verpasst. Zwei Wahlverlierer wollen am Wählerauftrag vorbei Politik machen. Viele SPÖ-Wähler werden sich jetzt entsetzt über Häupls grausiges Abschiedsgeschenk abwenden.

Peter Pilz: Die Wiener haben genug von der roten Übermacht. Viele haben die FPÖ als bewährtes Brechmittel gegen diese Politik gewählt. Man nimmt ein Brechmittel aber nicht um zu regieren, sondern um zu protestieren. Die Österreicher wissen, wenn Freiheitliche regieren, endet das mit einer Pleite.

Strache: Das Gegenteil ist der Fall. Die Menschen wollen die freiheitlichen Inhalte stärken, wollen, dass wir mit dieser Stärke auch Regierungsverantwortung übernehmen und die richtigen Inhalte umsetzen. Sie wollen nicht fünf Jahre grüne Chaostage.

Pilz: Wir sind die einzige Regierungsalternative zu Rot-Schwarz. Darum wird auch nur mit uns verhandelt. An Ihrer Partei, Herr Strache, will zu Recht niemand anstreifen. Darum stehen Sie jetzt vor dem Rathaus mit einem großen Schild „Wer will mich“ und ersuchen den Bürgermeister um ­Koalitionsgespräche.

Strache: Unter meiner Verantwortung seit 2005 betreibt die Strache-FPÖ eine saubere Politik.

Pilz: Mit Staatsbürgerschaftskäufen.                                    

Strache: Wir haben mit allen jenen, die vorher in der Regierung waren, reinen Tisch gemacht. Die sind heute beim BZÖ. Von uns wurden niemals Staatsbürgerschaften verkauft. Das Verbreiten solcher Unwahrheiten über uns hat bei der Wien-Wahl eine klare Absage erhalten.

ÖSTERREICH: Thema Verkehr. Herr Pilz, Können Sie das Verkehrskonzept der Grünen kurz umreißen?

Pilz: Es wird Kompromisse geben. Am Ende wird der Verkehr in Wien sanfter werden. Das wird einer der grünen Erfolge sein.

Strache: Die Erhöhung der Mineralölsteuer durch die Bundesregierung geht ja auf das Konto der Grünen. Ich finde es interessant, wenn die SPÖ jetzt in Richtung „Chlorophyl-Marxisten“ umschwenkt.

ÖSTERREICH: Bei der Bildung gibt es die Idee, ausländische Schüler in ihrer Fremdsprache zu unterrichten. Wie soll sich das finanziell ausgehen, Herr Pilz?

Pilz: Sprachförderung ist in mehreren Sprachen nötig. Aber eines gilt: Deutsch müssen alle können.

Strache: Jetzt wird genau diese SPÖ-Politik fortgesetzt, die zu den schwerwiegenden Integrationsproblemen geführt hat.

Pilz: Wer soll das kontrollieren, wenn zwei Schüler in der Pause französisch sprechen? Das ist ja lächerlich.

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