Streit um Erdogan-Hetzer

Konflikt mit Türkei

Streit um Erdogan-Hetzer

Wahlkampf von türkischen Politikern in Österreich soll künftig nicht mehr möglich sein. ÖVP-Innenminister Wolfgang Sobotka präsentiert heute Vorschläge für ein Auftrittsverbot.

Doch die Werbe-Tour für das Verfassungsreferendum, das Erdogan die uneingeschränkte Macht bis 2029 sichern soll, ist bereits in vollem Gang. Denn auch österreichische Türken sind dabei wahlberechtigt. Am Sonntag trat Sevki Yilmaz im Ottakringer Vereinslokal „Wonder“ auf. Yilmaz ist türkischer Parlamentarier, er gilt als islamistisch. Seine Gegner bezeichnen ihn als „antisemitisch, homophob und frauenfeindlich“.

Polizei-Einsatz wegen 
Kopftuch-Reportage

Bei der Veranstaltung kam es zu einem skurrilen Zwischenfall. Die ORF-Journalistin Sonja Sagmeister versuchte, mit Kopftuch unerkannt an der Veranstaltung teilzunehmen. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass sie weder Muslimin noch Türkin ist. Der Sprecher der Erdogan-nahen UETD, Ramazan Aktas, sagt zu ÖSTERREICH: „Ich habe sie gefragt, warum sie ein Kopftuch trägt. Darauf ist sie zu ihrem Kamerateam rausgelaufen.“ Sie wurde allerdings daran gehindert, wieder ins Lokal zu gehen. Die Journalistin rief die Polizei, was laut dieser nicht nötig gewesen wäre. In türkischen Medien wurde sie als „Spionin“ bezeichnet.

Der ORF-Redakteursrat protestiert gegen die Vorgehensweise. Der Verfassungsschutz wurde wegen möglicher Drohungen eingeschaltet.

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