Stronach will wieder die Todesstrafe

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Stronach will wieder die Todesstrafe

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Parteichef Frank Stronach will die - 1950 in Österreich abgeschaffte - Todesstrafe wieder eingeführt haben, und zwar für "Berufskiller". Denn diese würden "die Rechtssicherheit gefährden", meinte er in einem Zeitungs-Interview. Und am Donnerstag legt er noch einmal nach:

Trotz massiver Kritik an seiner Position hat der Milliardär zur Todesstrafe festgehalten, zugleich aber klargestellt, dass es sich um eine "persönliche" Ansicht handle. Und diese sei nicht Teil des Parteiprogramms seiner Bewegung, betonte er in einer Aussendung. Überlegungen, dieses dahin gehend zu ändern, hatte er aber offenbar gehegt.

Diashow Interview mit Frank Stronach

Interview mit Frank Stronach

Im Büro

Interview mit Frank Stronach

Zu Hause

Interview mit Frank Stronach

Im Talk

Interview mit Frank Stronach

„Ich habe kein fixes Hauspersonal – ich wohne lieber allein.“

Interview mit Frank Stronach

Das bisschen haushalt... Zum Gabelfrühstück serviert uns der gebürtige Steirer Papaya mit Zitronensaft. Die Teller werden danach von ihm selbst
abgewaschen. „Meine Hemden bügle ich selbst auf“, verrät er, als MADONNA das kleine Bügelzimmer neben seinem Schlafzimmer entdeckt.

Interview mit Frank Stronach

Auf dem rücken der Pferde fühlte sich Stronach immer wohl. Bei seinen Stallrundgängen im Magna Racino besucht er u. a. seinen Hengst Fantastico, der von anderen beritten wird. „Das Reiten ist mir in meinem Alter zu gefährlich.“

Interview mit Frank Stronach

Auf dem rücken der Pferde fühlte sich Stronach immer wohl. Bei seinen Stallrundgängen im Magna Racino besucht er u. a. seinen Hengst Fantastico, der von anderen beritten wird. „Das Reiten ist mir in meinem Alter zu gefährlich.“

Interview mit Frank Stronach

mit GF M. Wallishauser und Sprecher & Team-Kandidat Rouven Ertlschweiger

Interview mit Frank Stronach

Im Auto

Interview mit Frank Stronach

31 Grad muss der Indoor-Pool haben. „Sonst ist es mir zu kalt“, lacht Stronach.

Interview mit Frank Stronach

Der mehrfache Rennbahnbesitzer stapelt im Wohnzimmer Bücher und Kataloge.

Interview mit Frank Stronach

Der Manager in der feudalen Halle seines Bürogebäudes.

Interview mit Frank Stronach

Frank am Telefon – kein Smartphone, sondern ein altes „Klapphandy“.

Interview mit Frank Stronach

Schöne Frauen, wohin das Auge reicht: Am Eingang trifft Stronach seine Neo-Kandidatin Weigerstorfer und deren Assistentin. „Er ist immer charmant und humorvoll“, lobt ihn sein Team.

Interview mit Frank Stronach

Am Strand im niederösterreichischen Oberwaltersdorf
In Stronachs Golfclub Fontana befindet sich ein künstlich angelegter Teich mit Steg und Sandstrand. „Hier gehe ich oft schwimmen“, erzählt Stronach beim Spaziergang im Sand. In der Fontana-Wohnsiedlung steht auch die private Villa des Magna-Bosses. „Ich würde kein Haus in Wien haben wollen – hier ist es viel gemütlicher.“

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Parteifreunde gehen auf Distanz
Seine engste Mitarbeiterin und Listenzweite Kathrin Nachbaur distanzierte sich unterdessen klar, und auch die drei Landesobleute des Team Stronach, Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (NÖ), Gerhard Köfer (Kärnten) und Hans Mayr (Salzburg), lehnen die Todesstrafe ab.

"Bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Gefährdung des Rechtsstaates und seiner Institutionen durch verbrecherische Organisationen, habe ich ein gewisses Verständnis für die Todesstrafe, aber das ist meine persönliche Ansicht", erklärte Frank Stronach. "Meine Einstellung hat vielleicht etwas damit zu tun, dass ich schon jahrzehntelang in Nordamerika lebe. Ich habe mit anderen führenden Personen im Team Stronach darüber gesprochen, sie teilen diese Ansicht nicht, daher kommt das selbstverständlich nicht ins Parteiprogramm", stellte der austro-kanadische Parteigründer fest.

Stronachs rechte Hand Nachbaur distanziert sich in der gleichen Aussendung klar von ihrem Chef: "Es gibt brutale Fälle von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Misshandlungen gegen Frauen und Kinder und die derzeitigen Strafen sind nicht abschreckend genug. Die Schwächsten und Verletzlichsten in unserer Gesellschaft müssen bestmöglich geschützt werden, aber kein Mensch hat das Recht einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Hinrichtungen sind grausam und als gläubiger Mensch habe ich Respekt vor dem Leben und Gott."

Keine österreichische Partei tritt für die Wiedereinführung der Todesstrafe ein - auch nicht die FPÖ, wie Heinz-Christian Strache im April vorigen Jahres klarstellte. Damals gab es große Aufregung, weil der Tiroler Wirtschaftskammerpräsident und Wirtschaftsbundobmann Jürgen Bodenseer (ÖVP) im sozialen Netzwerk Facebook über die Todesstrafe für Kinderschänder "in krassen Fällen" nachgedacht hatte. Nach viel Kritik auch aus den eigenen Reihen und einem Rüffel durch ÖVP-Chef Michael Spindelegger ruderte dieser aber wieder zurück.

Gegenüber "Kinderschändern" sei man, befand Stronach nun, "ein bisschen zu weich. Da müssen strengere Strafen sein." Die Todesstrafe will er aber nur für "Berufskiller".

Karl widerspricht vehement
Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) erteilte dem Ansinnen von Frank Stronach eine Absage: "Da erübrigt sich eigentlich jede Diskussion darüber", sagte sie bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien. "Wir haben - Gott sei Dank - keine Todesstrafe in Österreich" und sehr hohe menschenrechtliche Standards, die eine Todesstrafe verbieten würden.

Karl findet es aber "erstaunlich in diesem Wahlkampf", dass von Seiten des SPÖ-Justizsprechers gefordert worden sei, die lebenslange Haftstrafe abzuschaffen, und von Stronach komme die Forderung, die Todesstrafe für Berufskiller einzuführen. "Es ist wirklich wichtig, und das zeigt auch diese Thematik, dass das Justizressort in seriösen Händen ist, dass wir nicht über Todesstrafe diskutieren und nicht über die Abschaffung von lebenslänglich".

Diashow Info-Grafiken zur Nationalratswahl 2013

Zusammensetzung der Wahlbehörde

Darstellung der Personen und ihrer Aufgaben im Wahllokal.

Kosten für Wahlwerbung 2013

Darstellung der Ausgaben nach Parteien von Juli bist Mitte September in Millionen Euro.

Wahlbeteiligung bei NR-Wahlen seit 1945

Entwicklung der Wahlbeteiligung von 1945 bis 2008.

Bundesliste für die NR-Wahl

Übersicht aller Kandidaten der Bundeslisten der im Parlament vertretenen Parteien.

Wahlberechtigte für die NR-Wahl

Übersicht der Wahlberechtigten nach Bundesländern.

Wahlkampfkosten NR-Wahl

Übersicht der Ausgaben für politische Werbung und des Wahlkampfbudgets für die Nationalratswahl.

Niedrige Erwartungen

Umfrage: Werden sich die Dinge nach der Wahl ändern? Politisches Klima in Österreich?

NR-Wahlen in Österreich seit 1945

Übersicht über Stimmenanteile der Parteien, der Regierunger und der Bundeskanzler seit 1945.

Regierungsmehrheiten seit 1986

Übersicht der Regierungsmehrheiten sowie der Zahl der Mandate seit 1986.

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Auch Bucher dagegen
"Ein klares Nein zu der völlig abstrusen Idee Frank Stronachs nach Einführung der Todesstrafe" kommt auch von BZÖ-Chef Josef Bucher. Er beurteilt diese Idee als "abscheulich und unmenschlich". Für Bucher zeigt Stronach damit sein wahres Gesicht. "Hier wird mit Menschenleben um Stimmen geworben. Das ist einfach nur erbärmlich." BZÖ-Justizsprecher Gerald Grosz forderte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) auf klarzustellen, ob sie mit einem "solchen Narren" nach der Wahl koalieren wollen.

Protest der Grünen und der FPÖ
Auch bei den Grünen und der FPÖ stößt Stronachs Vorschlag auf entschiedene Ablehnung. "Was den Sektenführer betrifft: Abenteuerlich und abstrus", so der Kommentar des Grünen Vizeparteichefs Werner Kogler am Rande einer Pressekonferenz. Stronach sei "offenbar nicht in Europa angekommen".

Aber: "Auch Milliardäre haben nicht Narrenfreiheit", der Ruf nach der Todesstrafe sei "abscheulicher Quatsch". Stronach habe darüber hinaus auch keine Ahnung, verwies Kogler darauf, dass die Todesstrafe der Europäischen Menschenrechtskonvention widerspricht, die Österreich anerkennt.

Gefragt, wie er nach diesen Aussagen die Koalition der Salzburger Grünen mit dem dortigen Team Stronach sieht, meinte Kogler, dass die Salzburger Stronach-Landespartei in Form von Landesrat Hans Mayr nur wenig mit der Parteiführung in Wien zu tun habe. Sollte dieser sich aber der Meinung Stronachs anschließen, so werden die Salzburger Grünen Konsequenzen ziehen, sagte Kogler. Mayr hat sich allerdings bereits von den Aussagen Stronachs distanziert.

 Für FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl ist die von Stronach begonnene Diskussion "skurril", "völlig unnötig und bizarr" und geht am Thema vorbei. "Wenn die Todesstrafe einer der Werte des Team Stronach ist, dann Gute Nacht", meinte Kickl in einer Aussendung. Der FPÖ-Generalsekretär betonte jedoch, dass die im österreichischen Strafrecht vorgeschriebene Höchststrafe "Lebenslang" auch lebenslang bleiben müsse.


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Diashow Impressionen vom Wahlkampf der Parteien

Wahlkampfgeschenke der Parteien

Die SPÖ tourt durchs Land

Die SPÖ tourt durchs Land

Die SPÖ tourt durchs Land

Die SPÖ tourt durchs Land

Die SPÖ tourt durchs Land

Die SPÖ tourt durchs Land

Die SPÖ tourt durchs Land

Die SPÖ tourt durchs Land

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SPÖ-Wahlkampfgeschenke

Die ÖVP tourt durchs Land

Die ÖVP tourt durchs Land

Die ÖVP tourt durchs Land

Die ÖVP tourt durchs Land

Die ÖVP tourt durchs Land

Die ÖVP tourt durchs Land

Die ÖVP tourt durchs Land

Die ÖVP tourt durchs Land

Die ÖVP tourt durchs Land

ÖVP-Wahlkampfgeschenke

Die Grünen touren durchs Land

Die Grünen touren durchs Land

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Die Grünen touren durchs Land

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Grüne Wahlkampfgeschenke

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FPÖ-Wahlkampfgeschenke

Das Team Stronach tourt durchs Land

Das Team Stronach tourt durchs Land

Das Team Stronach tourt durchs Land

Das Team Stronach tourt durchs Land

Das Team Stronach tourt durchs Land

Das Team Stronach tourt durchs Land

Team Stronach-Wahlkampfgeschenke

Das BZÖ tourt durchs Land

Das BZÖ tourt durchs Land

Das BZÖ tourt durchs Land

Das BZÖ tourt durchs Land

Das BZÖ tourt durchs Land

Das BZÖ tourt durchs Land

Das BZÖ tourt durchs Land

Das BZÖ tourt durchs Land

BZÖ-Wahlkampfgeschenke

NEOS tourt durchs Land

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NEOS tourt durchs Land

NEOS tourt durchs Land

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NEOS tourt durchs Land

NEOS-Wahlkampfgeschenke

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