Tierschützer ketten sich an Ministerium fest

Demo aufgelöst

Tierschützer ketten sich an Ministerium fest

Tierschutzaktivisten haben am Montag den Eingang des Landwirtschaftsministeriums in Wien blockiert. Der Verein gegen Tierfabriken (VgT) protestierte damit gegen die Haltung von Schweinen in Kastenständen. Die Aktion wurde am Abend von der Polizei aufgelöst.

Zwangsweise abtransportiert
Etwa 15 Tierschützer haben sich der Aufforderung der Polizei, freiwillig zu gehen, widersetzt. Sie wurden zwangsweise abtransportiert und vorübergehend - zur Feststellung der Identität - festgenommen, hieß es bei der Polizei.

 Ab 6.00 Uhr ketteten sich Aktivisten an den Eingangstoren an und blockierten die Zufahrten. Die Aktivisten protestierten dagegen, dass Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (V) ihrer Meinung nach an der Kastenstandhaltung festhält. Diese verstoße gegen das Tierschutzgesetz, so der VgT.

Aus dem Landwirtschaftsministerium hieß es, man habe mit den Aktivisten das Gespräch gesucht und verhandle auf politischer Ebene weiter über das Thema. Derzeit liege ein Vorschlag der Branche bei Gesundheitsminister Alois Stöger (S). Dieser hatte eine Abschaffung der Kastenstände verlangt.

 Lösung?
Eine Sprecherin des Landwirtschaftsministers meinte am Montagabend, dass Minister Berlakovich an einer konstruktiven, tragbaren Lösung interessiert sei. "Ein Kompromissvorschlag wurde gemacht. Man wird aber keinesfalls vollkommen überzogenen Forderungen von Aktivisten die heimische Schweinebranche opfern", so die Sprecherin.
 

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