Tschechische Jets für Bundesheer

Als Saab-Ersatz

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Tschechische Jets für Bundesheer

Das Bundesheer könnte schon bald Unterschall-Kampflugzeu­ge aus Tschechien beziehen. Wie Generalstabschef Edmund Entacher am Montag in Prag mitteilte, ist die tschechische Aero L-159 ­eine Variante für die Nachfolge der veralteten Trainings-Jets vom schwedischen Typ Saab 105 Ö.

Die Entscheidung soll laut Verteidigungsministerium „in den nächsten Wochen“ fallen. Sie wird wohl auch von den Budgetverhandlungen abhängen, die SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos mit ÖVP-Finanzminister Josef Pröll zu führen hat. En­tacher gab denn auch zu, dass die Entscheidung nicht nur von der Technik der Tschechen-Jets abhängig sei – sondern auch davon, wie viel Geld man aufwenden könne.

Und da könnte die L-159 durchaus interessant sein: An die tschechische Armee wurden ab dem Jahr 2000 70 neue Maschinen geliefert – die großteils aber sofort stillgelegt wurden, weil gar nicht so viele benötigt wurden.

Guter Preis, neue Technik
Der Militärluftfahrtsjournalist Georg Mader rechnet deshalb damit, dass die Tschechen dem Bundesheer durchaus einen interessanten Preis machen könnten. Die tschechische Armee zahlte seinerzeit für 70 Jets 520 Millionen Euro. Die L 159 ist übrigens kein Schrott-Jet: Der Erstflug war 1997, sie ist NATO-kompatibel und verfügt über neueste Technik.

20 Jets nötig
Eingesetzt werden soll die L-159 als Trainer sowie als Unterschall-Abfangjäger – und zwar zur Unterstützung der Eurofighter bei der Luftraumüberwachung. Das Bundesheer braucht rund 20 Maschinen.

Ein Problem ist indes, dass die tschechische Armee fast ausschließlich über Einsitzer verfügt, das Bundesheer aber mindestens zehn Zweisitzer braucht. Allerdings können die Einsitzer umgebaut werden.

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