Van der Bellen: Der gut(e) Mensch in der Hofburg

Der Sieger

Van der Bellen: Der gut(e) Mensch in der Hofburg

Aus der Hofburg wird künftig nicht nur zur Verkündung des neuen Präsidenten weißer Rauch aufsteigen. Eines der ersten Wahlversprechen, die Alexander Van der Bellen sich selbst gegeben hatte, war, in der Präsidentschaftskanzlei ein Raucherkammerl einzurichten.

Europa-Sensation
Doch Van der Bellen ist nicht nur der zurzeit einzige Kettenraucher als Staatsoberhaupt, er ist auch als erster grüner Präsident eine Europa-Sensation – auch wenn er seine Parteimitgliedschaft in guter österreichischer Tradition vor der Angelobung zurücklegen wird.

Wie Vorgänger Fischer sieht er sich auch als Partner der Regierung, zumindest der aktuellen. Anders als Mitbewerber Hofer will er Ratschläge oder Kritik an Kanzler Kern nur hinter der Tapetentür und nicht in der Öffentlichkeit formulieren.

Heikel wird’s, wenn die FPÖ die nächste Nationalratswahl gewinnt. Einer der größten Aufreger im Wahlkampf war Van der Bellens Ankündigung, Heinz Christian Strache nicht zum Kanzler angeloben zu wollen. „Ich würde nicht den Vorsitzenden einer Partei angeloben, die das vereinte Europa zerstören will“, sagte er im ÖSTERREICH-Interview, das den ganze Wahlkampf hindurch für Wirbel sorgt. Dass er eine Staatskrise provozieren würde, trauen ihm allerdings die Wenigsten zu.

VdB: Wohnung in Wien, Sommersitz in Mürzsteg
Auf eine Amtsvilla verzichtet er, er will in seiner Wiener Wohnung bleiben. Sollte dies sicherheitstechnisch nicht möglich sein, wird er übersiedeln. Den Feriensitz, das ehemalige Kaiser-Jagdschloss in Mürzsteg, will er allerdings „sinnvoll nützen“, weil das der Region zu Gute kommt.

Van der Bellen ist seit Dezember mit der 52-jährigen Doris Schmidauer verheiratet. Sie ist Geschäftsführerin des Grünen Parlamentsklubs und bleibt weiterhin berufstätig. „Das ist kein 40-Stunden-Job“, so Van der Bellen im Wahlkampf.

Eine klassische First Lady wird es also nicht geben. Ihre Eigenständigkeit sei ihr sehr wichtig, betonte Schmidauer im Wahlkampf. Sie will ihren Mann aber zu kulturellen Veranstaltungen, dem Opernball und auf wichtigen Staatsbesuchen begleiten.

Seine erste Auslandsreise soll VdB übrigens nach Frankreich führen – zum Fußball EM-Finale, in dem „hoffentlich auch Österreich steht“, wie er sagt.

D. Knob

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