Wut-Wirt wird neuer Volksheld

Nach Eklat

 

Wut-Wirt wird neuer Volksheld

„Hut ab“, „guter Mann“, „Hochachtung“: Auf Facebook überschlagen sich die User mit Lobeshymnen auf Wolfgang Schwarz. Seit der Chef des Leonfeldner-Hofs die ÖVP-Spitze seines Lokals verwiesen hat, ist er der Hero der Gastronomie.

So kam es dazu: Nach der ÖVP-Klausur in Bad Leonfelden wollten Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Co. im Leonfeldner-Hof einkehren. Doch schon bei der Reservierung machte ihnen Schwarz einen Strich durch die Rechnung: Die Herrschaften seien nicht erwünscht, sie mögen sich ein anderes Restaurant suchen, ließ er ausrichten.

Diskriminierung
Im Gespräch mit ÖSTERREICH rechtfertigt Schwarz seine Aktion. Er habe gegen die Bundesregierung protestieren wollen, die mit unzähligen Gesetzen die Gastronomie diskriminiere. Dagegen wollte er auftreten. Als Re­voluzzer wolle er aber nicht dastehen, sagt Schwarz: „Es geht um die Anliegen der Gastronomie.“

Die ÖVP-Riege musste also unverrichteter Dinge abziehen, verhungerte aber dennoch nicht. Sie fand bei einem Wirt im Nachbarort doch noch Aufnahme.

Schwarz: "Ein Protest gegen die Regierung"

ÖSTERREICH: Gibt es in Ihrem Lokal jetzt ein generelles Politikerverbot?

Wolfgang Schwarz: Nein, das war auch keine persönliche Entscheidung gegen den Herrn Minister oder die ÖVP, sondern ein Protest gegen die Bundesregierung. Die beschließt Gesetze, die eine Branche diskriminieren oder schlicht undurchführbar sind: Regis­trierkasse, Barrierefreiheit, Allergen­gesetze, Lohn- und Sozialdumping, Rauchverbot.

ÖSTERREICH: Der Bürgermeister von Bad Leonfelden bekommt also bei Ihnen sein Schnitzel?

Schwarz: Natürlich, aber auch ihm sage ich manchmal meine Meinung.

ÖSTERREICH: Wird es jetzt Nachahmer geben?

Schwarz: Ich glaube, die anderen Wirte sind der­selben Meinung. Viele schimpfen. Aber ich kann ja nicht über die Bundes­regierung schimpfen und dann sagen: Ihr seid herzlich willkommen, super, dass ihr gekommen seid. Christian Ortner

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