18. Februar 2010 20:01
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Vizekanzler Josef
Pröll und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner werden wohl demnächst im
VP-Parteivorstand über den Farbenreichtum Indiens berichten. Und wie sie
selbst dazu beitrugen. Und das kam so:
Mit diesem Outfit endgültig reif für ,Prölliwood‘
Donnerstag
stand anstelle der bisherigen hochrangigen Wirtschaftskontakte
„Kulturprogramm“ auf der Tagesordnung. Zunächst besuchten die beiden
VP-Minister das Gandhi-Museum in Delhi, ein Fixpunkt jeder offiziellen
Besuchsreise in Indien. Doch dann sahen sie das „echte Indien“: Um die Ecke
des Connaught Place, wo sich Luxusgeschäfte und Restaurants drängen,
tauchten Pröll und Mitterlehner in eine andere Welt ein: Sie wurden in einen
Gurudwara, einen Sikh-Tempel, geführt.
Sie besuchten den Bangla Sahib, den größten Sikh-Tempel Delhis. Staatsgast
hin, aufgeklärter Alpenrepublikaner her – Pröll und Mitterlehner mussten
zunächst wie alle Besucher ihre Schuhe und Socken ausziehen. Dann wurden
ihnen gelbe Turbane ums Haupt gewickelt. Barfuß ging es schließlich zur
rituellen Reinigung durch ein Wasserbecken. Im Tempel selbst wurde das Duo
von einem Guru, der gerade eine religiöse Zeremonie abhielt, namentlich
begrüßt und mit orangen Seidentüchern als Zeichen der besonderen Anerkennung
bekränzt.
Pröll auf Besuch in Indien
© APA
Josef Pröll in Indien
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Josef Pröll in Indien
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Josef Pröll in Indien
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Josef Pröll in Indien
Die beiden Besucher aus dem fernen Österreich nahmen es mit Humor:
„Angesichts des ganzen Orange hier hätte der BZÖ-Chef Bucher seine helle
Freude“, grinste Pröll.
Ernster wurde der VP-Chef dann in der Armenküche des Tempels: Dort werden
täglich 15.000 Menschen – aus allen Kasten, also auch unberührbare Parias –
mit Fladenbrot und Suppe bewirtet.
Und neben diesen bunten persönlichen Erfahrungen, zogen die beiden Herren
auch für Österreich einige Wirtschaftskontakte an Land: Indien sei einer der
„wichtigsten Märkte für Österreich neben dem Schwarzmeerraum“, betonen die
VP-Politiker immer wieder, wenn sie bei ihren zahlreichen Terminen etwa mit
dem Vizepremier und dem Handelsminister Stimmung für heimische
Geschäftsleute machen.