Kanzler-Duell um Herz & Hirn

Wahlinsider

Kanzler-Duell um Herz & Hirn

Noch will die SPÖ die Schlacht um das Kanzleramt nicht verloren geben. Im Gegenteil. SPÖ-Strategen brüten vielmehr über streng geheime parteiinterne Umfragen und sehen offenbar noch Licht am Ende des Wahlkampftunnels: Zwar liegt die SPÖ in diesen Daten um acht Prozentpunkte hinter dem VP-Herausforderer Sebastian Kurz, aber derzeit würde Kurz wieder „leicht abbauen und wir leicht steigen“, sagt ein Roter.

  • Entscheidender sei aber ein „Stimmungsumschwung“ im Land, den diese Daten konstatiert haben wollen. Optimisten würde „eher Kern als Kurz wählen,“ heißt es zudem.

  • Ebenfalls signifikant sei die Verschiebung der Themenlage. Während es mo­natelang geheißen hatte, dass Zuwanderung und Sicherheit mit 55 Prozent den Wahlkampf dominieren, ver­zeichnen die roten Meinungs­forscher nun die höchsten Werte bei „sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit“. Das könnte auch erklären, weshalb Kurz „neue Gerechtigkeit“ und die FPÖ „Fairness“ plakatieren.

  • Zudem helfe der Wirtschaftsaufschwung Kern. Er habe in den Feldern „Wirtschaft und Standort“ die höchste Kompetenzzuschreibung unter den Befragten.

Kampf der Persönlichkeiten und Angriffe auf Kurz

Kanzlerfrage. Die SPÖ liegt in den hochgerechneten ­Daten der Roten jedenfalls bei rund 27 Prozent (in der ÖSTERREICH-Umfrage liegen die Roten nur bei 24 Prozent). Jene Roten, die für Kern kämpfen, hoffen nun, dass er durch „TV-Duelle und Fehler von Kurz aufholen“ könne.

  • Als Schwachstelle erkennen zumindest die Roten das Wirtschaftsprogramm von Kurz. Dieses will die SPÖ nun bis zum Wahlkampf angreifen, um ihre Klientel zu mobilisieren.

  • Denn, und das ist offenbar die Haupthoffnung der Roten, die Zahl der Unentschlos­senen – über 25 Prozent – steige wieder an. Kern könne dabei vor allem noch Wähler von Grünen und NEOS, aber auch der ÖVP ansprechen, hofft ein SP-Stratege.

  • Kern selbst müsse jetzt auch ein Duell der Persönlichkeiten mit Kurz um die „Herzen und Hirne“ der Menschen führen. Kurz selbst will auf Fehlervermeidung setzen und nicht zu scharf oder kalt rüberkommen. Das bleibe eine Gefahr für Kern. In fünf Wochen könne der Abstand zwischen Kern und Kurz schmelzen, aber auch größer werden. Es bleibt spannend.

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