Kern: Kanzlerjob soll ihm Polit-Existenz retten

Sägen am Sessel hat begonnen

Kern: Kanzlerjob soll ihm Polit-Existenz retten

Er hat laut vor Schwarz-Blau gewarnt, im Wahlkampf gern den FPÖ-Kritischen gegeben. Doch am Montag nach einer der größten Wahlniederlagen der SPÖ-Geschichte tauchte Kern in trauter Zweisamkeit mit Heeresminister Hans ­Peter Doskozil auf.

Ja, genau mit jenem Doskozil, dem SPÖ-intern Ambitionen auf den Job des Parteivorsitzenden nachgesagt werden. Ist Kern vom FPÖ-kritischen Saulus zum rotblauen Paulus geworden? Damit hätte der Wiener seine Oppositionsansage vom Wahlkampf ja noch schneller entsorgt, als es Wolfgang Schüssel seinerzeit im Jahr 2000 getan hatte.

Es ist eine Existenzfrage. Kern hat jetzt auch für alle sichtbar die Seiten gewechselt und will mit dem Kanzler-Job schlicht seine politische Existenz retten. Er hat zwar stets betont, auch als Oppositions­chef zur Verfügung zu stehen – doch SPÖ-Insider rechnen damit, dass es dann eng würde für Kern: Der mächtige rechte Gewerkschaftsflügel rund um die Metaller und ÖGB-Chef Erich Foglar drängen massiv auf Rot-Blau, weil sie im Fall von Schwarz-Blau und einer roten Opposition einen Kahlschlag im Sozialbereich vermuten.

Nicht nur das: Kern muss auch befürchten, dass ihn der rechte Parteiflügel abserviert, wenn er seine Oppositionsansage durchhält. Aus den Wiener Flächenbezirken kamen schon spitze Bemerkungen über den Jubel im Festzelt am Wahlabend. Derlei sei angesichts der historischen Niederlage unangemessen …

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