Das sagt Österreich

Wolfgang Fellner

Das sagt Österreich

In London kann man auf den Euro-Austritt der Griechen nicht mehr wetten – keiner ist mehr bereit, sein Geld für (!) einen Verbleib der Griechen im Euro zu riskieren.

Die Politik ist Gott sei Dank kein Wettbüro, aber sie ist ebenso ratlos.

Jeder hat Angst vor dem Crash, den ein Austritt der Griechen aus dem Euro auslösen könnte. Krachen die Banken? Stürzt Europa in die Rezession?

Gleichzeitig weiß jeder: Ohne funktionierende Regierung kann die EU die nächsten 40 Milliarden Hilfszahlung an die Griechen nicht überweisen. Die 4,2 Milliarden von gestern können wir in den Rauchfang schreiben – das Geld sehen wir nie wieder.

Die EU hat kräftig Schuld am Griechen-Desaster. Die Milliarden, die als „Hilfe“ gegeben wurden, dienten nur zur Schuldenrückzahlung – flossen in Wahrheit an die Banken. Die Griechen haben von dem Geld der EU nie was gesehen – leider.

Sie bräuchten einen Wachstumsplan, Investitionen – und viel Zeit.
All das gibt es nicht. Das Land wird zu Tode gespart. Man muss die Griechen sanft in die Drachme entlassen – weiter an die EU anbinden, aber ohne Euro, ohne Sparkurs, sondern mit einem Wachstums-Plan. Die EU hat diese Alternative nie entwickelt. Das war ein teurer Fehler, der die Wähler zu Recht wütend macht.


 

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