39 Christen starben an gepanschtem Alkohol

Pakistan

39 Christen starben an gepanschtem Alkohol

Auf der Weihnachtsfeier einer Christengemeinde in Pakistan haben mindestens 39 Menschen nach Angaben von Ärzten gepanschten Alkohol getrunken und sind daran gestorben. Aus zwei Kliniken in der Provinz Punjab hieß es am Dienstag außerdem, dass insgesamt mindestens 144 Patienten eingeliefert worden seien. Mehr als 20 sind demnach noch in kritischer Verfassung.

Anschlag ausgeschlossen

Einen Anschlag auf die Christengemeinde im Bezirk Toba Tek Singh schließt die Polizei aus. Die Menschen hätten für ihre Party am Montagabend schlicht schlechten Alkohol gekauft. "Das passiert hier leider oft mit selbst gemachtem Zeug", sagte der örtliche Polizeibeamte Usaman Akram Gondal.

Erst im Oktober waren in Punjab elf Menschen an einer Vergiftung mit schlechtem Alkohol gestorben. Schmuggler verschneiden ihre Waren zum Beispiel oft mit Methanol, einem Stoff, der zum Beispiel in Frostschutzmitteln enthalten ist.

Alkoholschmuggler

In Pakistan leben geschätzt fünf Millionen Christen. Der Minderheit ist das Alkoholtrinken erlaubt. Aber nur in der Provinz Sindh ist der Verkauf von Alkohol legal, in den anderen Provinzen gibt es ihn offiziell nicht. Christen, aber auch Muslime, wenden sich deshalb an Alkoholschmuggler, die ihre Waren zu horrenden Preisen verkaufen. Sie bieten aber auch selbst gebraute Whiskeys, Schnäpse und Weine an, die gerne genommen werden, weil sie billiger sind.

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