Baby-Bär in Käfig gesperrt

Wieder Familie verloren

Baby-Bär in Käfig gesperrt

Seine Schreie sind kilometerweit zu hören. Immer wieder kratzt er mit den Tatzen am Holzverschlag und am Drahtzaun. Es ist ein Bild des Jammers: "Lucky", der drei Monate alte "Medo" (heißt Bär auf Slowenisch), hat zum zweites Mal in seinem Leben seine Familie verloren. Erst lief seine Mutter davon, ließ ihn einfach zurück. Jetzt wurde er seinen Rettern entzogen.

Logars bestätigen: "Er gehört zu unserer Familie"
Vor vier Wochen passierte es: Eines Tages tapste bei Familie Logar in Slowenien ein Baby-Bär in den Garten ihres Hauses in Podvrh (33 Kilometer von unserer Grenze entfernt). Er war auf der Suche nach Nahrung – und Liebe.

Diashow Lucky: Das süße Braunbär-Baby

Der zugelaufene Braunbär Lucky

Der zugelaufene Braunbär Lucky

Der zugelaufene Braunbär Lucky

Der zugelaufene Braunbär Lucky

Der zugelaufene Braunbär Lucky

Der zugelaufene Braunbär Lucky

Der zugelaufene Braunbär Lucky

Der zugelaufene Braunbär Lucky

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"Zuerst fütterten wir ihn mit der Milch unserer Kühe. Später ist er dann, wenn er hungrig war, einfach auf unseren Kirschbaum geklettert und hat genascht", so Ziehvater Matevz Logar. "Lucky" wurde zu einem echten Familienmitglied.
Doch dann kamen die Polizisten.

Gleich mehrere Beamte, Veterinärmediziner und staatliche Umweltinspektoren stürmten den Bauernhof der Logars und nahmen "Lucky" mit. Der Grund für das Eingreifen der Behörden: Eine Familie sei kein geeigneter Ort für einen Braunbären. So wurde "Bärli" nach Muta in ein Tierheim gebracht.

Veterinärmediziner Zlatko Golob erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ziehfamilie: Der Bär könne den Logars gar nicht zugelaufen sein, vielmehr sollen sie den Kleinen selbst aus dem Wald geholt haben. Und er habe bei einem Besuch bei der Familie sogar beobachtet, wie der Vater den Bären mit einem Holzscheit auf den Kopf geschlagen habe.

Streit um Bär: Veterinär beschuldigt Ziehfamilie
Die Familie Logar weist diese Vorwürfe vehement zurück. Sie wollen ihren „Lucky“ wieder zurück haben und kämpfen mit allen Mitteln (siehe unten).

Abseits des Streits bittere Tatsache: Seit Tagen sitzt nun der Baby-Bär ganz allein in einem Zwinger hinter meterhohen Zäunen. „Sein Käfig ist sogar elektrisch gesichert, was ihm zusätzliche Schmerzen verursacht. Er schreit die ganze Zeit“, sagt Logar. 4,9 Kilo hat der Kleine schon abgenommen, zwischenzeitlich immer wieder seine Stimme verloren.
 

Facebook-Protest soll Braunbären jetzt retten

Mehr als 600 Fans hat der kleine "Lucky" schon auf Facebook und alle wollen ihm helfen: Auch offiziell hat die Familie Logar nun zum Protest aufgerufen. Jeder, der den "Medo" retten will, soll ein E-Mail an den slowenischen Premierminister Borut Pahor, den slowenischen Umweltminister Roku Žarniću oder die Umweltinspektoren schreiben (Formulare unter www.facebook.com).

Die Familie hält fest: "Wir wollen nur das Beste für den Kleinen." Wenn die Behörden mit einem weitläufigen Gehege im Garten der Logars nicht einverstanden sind, soll er zu Pflegern nach Kroatien.

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