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Der große
 Triumph 
von ‚Mutti‘

Seiten: 12

Es war ein Thriller, wie man ihn in der Politik selten erlebt. Den ganzen Tag hatte Deutschland den Hochrechnungen entgegen gefiebert – und die brachten genau das Sensationsergebnis, das sich in den Umfragen seit Wochen abgezeichnet hatte.

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Angela Merkel ist die große Siegerin des Wahltags. Unter dem Jubel Tausender CDU-Anhänger wurde ihr in der Hochrechnung um 18 Uhr ein triumphaler Wahlsieg prophezeit. Dann in der Nacht die Gewissheit: Merkels CDU erreicht gemeinsam mit der CSU 41,5 % der Stimmen. Das ist um 3 % über den Umfragen und gleich um fast 8 % besser als 2009. Merkel steht als triumphale Wahlsiegerin da – wurde von Tausenden bejubelt. Vorerst schien es so, als wäre das ein Sieg mit einem blauen Auge – denn Merkel verlor ihren Regierungs-Partner FDP.

Doch um 19 Uhr war die CDU/CSU mit 302 Sitzen sogar erstmals über der absoluten Mehrheit.

Diashow So feiert Merkel ihren Sieg

Die Kanzlerin gönnte sich einen Schluck Weisswein nach dem Sieg.

Die Kanzlerin gönnte sich einen Schluck Weisswein nach dem Sieg.

Die Kanzlerin gönnte sich einen Schluck Weisswein nach dem Sieg.

Die Kanzlerin gönnte sich einen Schluck Weisswein nach dem Sieg.

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FDP wurde vernichtet: Mit 4,8% fliegt sie raus
Die Wahlnacht wurde für die CDU zur Zitterpartie um die Absolute. Die FDP wurde als kleine Regierungspartei von den Wählern nämlich gnadenlos abgestraft. Mit nur 4,8 % flogen die Liberalen aus dem Bundestag und aus der Regierung. Damit ist Merkels schwarz-gelbe Regierung kaputt – die „Mutti“ steht ohne Papa da.

In der FDP flogen schon um 18 Uhr die Fetzen. Parteichef Rösler steht vor dem Rücktritt, sein Todfeind Thomas Lindner will die FDP jetzt „völlig neu“ aufbauen.

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Das sagen die österreichischen Promis zur Deutschland-Wahl:

Diashow Promi-Stimmen zur deutschen Wahl

Heide Schmidt, Ex-LIF-Chefin

„Es reicht nicht, nur eine Funktionspartei zu sein“

„In einer Zeit der Unsicherheit halten die Menschen an Bekanntem fest. Der FDP-Absturz zeigt: Es reicht nicht mehr, nur Funktionspartei zu sein.

Erhard Busek, Ex-Vizekanzler

„Das wahre Hohe Haus ist das Audimax Wien“

„Das ist ein wirklich großer Erfolg für Merkel. Offen ist die Frage, wie jetzt die Koalitionen gebildet werden. Das Ergebnis der Grünen ist sehr interessant. Da ist auch der Österreich-Aspekt: Ich glaube, dass sie auch bei uns abbeißen werden.“

Michael Spindelegger, VP-Chef

„Es war klar, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt“

„Ich gratuliere Angela Merkel. Das ist ein klares Zeichen. Die Menschen vertrauen Parteien, die konservativ wirtschaften und christlich-soziale Werte leben. Das ist ein wichtiger Aufwind für die ÖVP im Wahlfinale.

Paul Lendvai, EU-Experte

„Ein unfassbarer Sieg für Merkel in Krisenzeiten“

„Das war ein unfassbarer Sieg für Merkel in Krisenzeiten. Zum dritten Mal noch stärker zu gewinnen als zuvor, das ist wirklich unglaublich. Die Sozialdemokraten stagnieren weiter. Das Resultat zeigt die grundsätzliche Stabilität in Deutschland. Der Absturz der Grünen und Linken war zu erwarten.“

F. Meissner-Blau, Grünen-Gründerin

„FDP ist eine langweilige Truppe ohne Programm“

„42 Prozent für die CDU sind weniger als angenommen, aber immer noch sehr honorig.Angela Merkel ist trotzdem in der Klemme, denn in einer großen Koalition könnte sie mächtig unter Druck geraten. Die FDP ist eine langweilige Truppe ohne eigenes Programm. Sie haben immer nur alles abgenickt und dafür haben sie jetzt die Rechnung bekommen, das zeigt uns das deutsche Wahlergebnis.

Hans Mahr, Medienmanager

„Brauchen Deutschland als einen starken Motor“

„Der Sieg von Merkel zeigt vor allem, dass wenn man ein Land gut regiert und stark macht, kann man damit auch Wahlen gewinnen. Ich gehe davon aus, dass der Sieg vor allem Faymann Auftrieb geben wird. Ein starker Kanzler für ein starkes Land.“

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SPD enttäuschte alle: Nur 25,7% der Stimmden
Die SPD wusste den ganzen Wahlabend nicht, ob sie weinen oder lachen sollte. Ihr Ergebnis war mit 25,7 % mehr als enttäuschend – das zweitschlechteste der Geschichte.

Doch ohne CDU-Absolute wäre die SPD der Regierungs-Joker. Die geschlagene SPD steht also mit einem Bein in der Regierung. Wahl-Verlierer Steinbrück schließt das Amt als Finanzminister aber aus,

Grüne mit 8,4% abgestraft
Die Grünen wurden überhaupt mit aller Brutalität abgestraft. Sie erhielten nur noch 8,4 % – ihr schlechtestes Ergebnis. Spitzenkandidat Trittin steht vor dem Rücktritt, den grünen Fans standen Tränen in den Augen.

Die Linke bejubelte zwar ihre 8,4 % – Parteichef Gysi triumphierte: „Wir sind jetzt die Nummer 3 im Land!“ - aber im Laufe des Abends rutschten sie hinter die Grünen.

Zudem sind die 8,4 % sind weniger als erwartet – SPD-Spitzenkandidat Steinbrück schloss Rot-Rot-Grün aus.

AfD mit 4,7% hauchknapp
Die wahre Sensation des Wahltags war freilich die rechte „Alternative für Deutschland“ (AfD), die mit 4,7 % hauchdünn am Einzug in den Bundestag vorbeischrammte.

London gratuliert
Der britische Premierminister David Cameron hat Merkel zum klaren Sieg von CDU und CSU bei der Bundestagswahl gratuliert. "Ich freue mich darauf, weiterhin eng mit ihr zusammenzuarbeiten", schrieb Cameron am späten Sonntagabend beim Kurznachrichtendienst Twitter. Glückwünsche hatten Merkel zuvor unter anderem von Frankreichs Präsident Francois Hollande und von der EU-Kommission erhalten:

cameron.jpg © Twitter
 

Jetzt wird Merkel »Königin Europas«

Deutschland hat seine „Mutti“ gewählt. Angela Merkel ist mit sensationellen 41,5% die neue Landes-Mama unserer Nachbarn. Sie lächelt die Krise weg,

Als sie am Sonntag bereits um 18.45 Uhr – so früh wie noch nie bei einer Wahl – als Siegerin vor ihre Anhänger trat, hatte die sonst immer verbissen blickende „Königin Europas“ den ganzen Abend nur ein mädchenhaftes Grinsen im Gesicht.

Über 10 Minuten erhielt Merkel von ihren Fans Standing Ovations und wurde mit „Angie, Angie“-Rufen gefeiert.

Dann sprach sie – befreit – vom „schönsten Tag meiner politischen Karriere“, von einem „Super-Super-Wahlerfolg“ und schickte sogar ihrem Joachim Sauer, der mit Tränen in den Augen im Hintergrund des Saales stand, Handküsschen.

Merkel ahnte zu diesem Zeitpunkt bereits, dass ihr größter Erfolg – eine Alleinregierung – im Bereich des Möglichen war. „Wir warten jetzt die Nacht ab und feiern bis es Morgen wird – und erst dann reden wir über mögliche Koalitionen.“ Es sollte aber dann doch nicht sein: Merkel verpasste knapp die Absolute.

Merkel-Insider entdeckten an der Wahlsiegerin aber ein überraschendes Symbol. Merkel trug eine schwarz-grüne Halskette.

In Europa ist die deutsche Wahlsiegerin jetzt die neue „Queen“. Als „Königin der EU“ bezeichneten sie gestern schon alle Kommentare.

Einhelliger Tenor: Ohne Merkel geht künftig in der EU gar nichts mehr. Sie wird ab jetzt den Kurs von Euro und Europa extrem selbstbewusst vorgeben. Und sie hat für die Monate nach der Wahl eine „ganz neue Linie“ angekündigt.

Video: Klarer Wahlsieg für Angela Merkel

Video zum Thema Klarer Wahlsieg für Angela Merkel

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

 

Krimi: Regiert Merkel allein, mit SPD oder mit Grünen ?

Bis in die späte Nacht hinein lief der Wahl-Thriller um die nächste deutsche Regierung: Schafft Merkel die CDU-Alleinregierung – oder muss sie in eine Große Koalition.

Bei ihrer Sieges-Rede im CDU-Hauptquartier ließ Merkel alle Koalitions-Spekulationen offen. „Jetzt feiern wir mal und warten das Endergebnis ab – und morgen früh reden wir weiter.“

Nur ein kleines Symbol fiel Merkel-Kennern auf. „Angie“, die ihre politischen Pläne gern durch eine Halskette ausdrückt, trug gestern originellerweise einen schwarz-grünen Hals-Schmuck. Plant sie die Sensation – eine „Zukunfts-Koalition“ mit den schwer geschlagenen Grünen?

Diese Optionen standen Angela Merkel am Sonntag Abend offen:

Die Große Koalition mit der schwer geschlagenen SPD schien die beste Lösung.

Merkel hat mit Steinbrück als Finanzminister schon 4 Jahre regiert – doch der Wahlkampf hinterließ Gräben. Während Steinbrück gestern ein Regierungsamt ausschloss, hoffte die SPD auf die Regierungs-Option. Ohne ihren Wahl-Verlierer Steinbrück, aber mit ihren Polit-Stars Hannelore Kraft und Sigmar Gabriel. Doch Kanzlerin Merkel hielt sich bedeckt – sie spekuliert mit der Option 3:

Die schwarz-grüne Koalition: Ganz im Geheimen hofft die Kanzlerin, dass sie – da die Alleinregierung nicht möglich ist – mit den Grünen einen politischen Neuanfang starten kann: Energiewende, Schulreform, neue Umwelt-Jobs.

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