Einsturzgefahr im Gefängnis Münster

Räumungsaktion

Einsturzgefahr im Gefängnis Münster

Wegen Einsturzgefahr muss das baufällige Gefängnis in Münster bis Freitagnachmittag geräumt werden. Am Mittwoch kündigte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW das Mietverhältnis mit dem Justizministerium fristlos, wie ein BLB-Sprecher und das Justizministerium bestätigten. Das Gefängnis Münster ist eines der ältesten in Deutschland.

"Spontanes Versagen der Statik"

Die 515 Häftlinge müssen in andere Anstalten verlegt werden. Zunächst hatte dass Onlineportal der "Westfälischen Nachrichten" berichtet. "Ein aktuelles Gutachten sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit für ein spontanes Versagen der Statik", begründete der BLB-Sprecher den Schritt. Teile des denkmalgeschützten Gebäudes mitten in der Stadt sind mehr als 160 Jahre alt.

Genügend Hafträume

Für das Justizministerium kommt die Entscheidung überraschend: Zwar werde das Gebäude wegen Baufälligkeit seit Monaten mit Sensoren überwacht, noch in der vergangenen Woche habe jedoch kein akuter Handlungsbedarf bestanden, sagte Ministeriumssprecher Marcus Strunk. "Uns stehen aber genügend Hafträume zur Verfügung", versicherte er.

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