Frau bestraft - Ehemann sperrt sie ein

Burka-Verbot

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Frau bestraft - Ehemann sperrt sie ein

In Italien ist die erste Muslima für ihre Ganzkörperverhüllung bestraft worden. In eine Burka gehüllt betrat sie eine Postfiliale in Novara in der nordwestlichen Region Piemont. Die 26-jährige Frau wurde von einigen Polizisten angehalten. Sie muss nun eine Geldstrafe von 500 Euro zahlen. Die Strafe soll für die Missachtung des Vermummungsverbots verhängt werden, doch über den Fall muss noch der Bürgermeister der Stadt entscheiden.

Die Burka, die Muslimas von Kopf bis Fuß bedeckt, sei in Italien in der Öffentlichkeit verboten. Die Person sei dadurch nicht identifizierbar, was ein Sicherheitsproblem darstelle, betonte der Bürgermeister Novaras, Massimo Giordano.

Moslems empört
Der Bürgermeister, der der rechtspopulistischen Partei Lega Nord angehört, bezog sich dabei auf ein Dekret aus dem Jahr 1931. Danach dürfe man sich in der Öffentlichkeit nicht so verschleiern, dass das Gesicht nicht mehr erkennbar ist. Dieses Dekret müsse respektiert werden, so der Bürgermeister.

Die Vorgehensweise der Polizisten wurde von einigen Vertretern der islamischen Gemeinschaft in Italien als rassistisch bezeichnet. Der Bürgermeister erwiderte, dass die Strafe ein Weg sei, um die Integration zu fördern. "In Italien dürfen Muslimas nicht komplett verschleiert auf die Straße gehen", so Giordano.

Frau wird eingesperrt
Der Ehemann sorgte nun für den nächsten Aufreger. "Wenn es das Gesetz verbietet, eine Burka zu tragen, dann muss sie Tag und Nacht zu Hause bleiben. Es geht nicht, dass Männer sie unverhüllt sehen", sagte er.

Er habe gedacht, dass seine Frau zur Moschee gehe. Dann wäre es in Ordnung gewesen, die Burka zu tragen. "Ich weiß nicht, wo wir die 500 Euro Strafe herholen sollen", sagte der arbeitslose 36-Jährige.

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