Geiselnehmer bei Schusswechsel verletzt

Armenien

Geiselnehmer bei Schusswechsel verletzt

Drei der Geiselnehmer, die seit zwölf Tagen ein Polizeigebäude in der armenischen Hauptstadt Eriwan besetzt halten, sind bei einem Schusswechsel verletzt worden. Zwei der bewaffneten Regierungsgegner hätten Schussverletzungen erlitten, als Polizisten Schüsse aus dem Gebäude erwidert hätten, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie seien zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden.

Der dritte Geiselnehmer war bereits zuvor angeschossen worden, lehnte eine Behandlung aber ab.

"Wir wollen kein Blutbad"

Einer der Bewaffneten, Warushan Awetisjan, sagte Journalisten, die Behörden bereiteten offenbar eine Erstürmung des Polizeigebäudes vor. Demnach wurde der dritte Geiselnehmer am Vormittag von einem Scharfschützen angeschossen, als er nach Drohnen Ausschau halten wollte. Awetisjan drohte im Fall eines Angriffs mit gewaltsamer Gegenwehr. "Wir wollen kein Blutbad, wir sind keine Terroristen, doch haben wir genug Mittel, um einen ernsten Schlag auszuführen", sagte Awestisjan.

Rücktritt des Präsidenten gefordert

Die Angreifer hatten das Polizeigebäude am 17. Juli gestürmt, einen Polizisten getötet und zunächst acht Menschen als Geiseln genommen, um den Rücktritt von Armeniens Präsident Serzh Sarksyan (Sersch Sargsjan) sowie die Freilassung des radikalen Oppositionellen Jirair Sefiljan zu erzwingen. Nach und nach hatten sie ihre ersten Geiseln wieder freigelassen, am Mittwoch jedoch zwei Ärzte und zwei Krankenschwestern als Geiseln genommen, die zur Behandlung von Verletzten entsandt worden waren.

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