Indonesien: Staat droht Kinderschändern mit dem Tod

Keine Gnade

Indonesien: Staat droht Kinderschändern mit dem Tod

Sexueller Kindesmissbrauch kann in Indonesien künftig mit chemischer Kastration, dem Einpflanzen eines Mikrochips oder dem Tod bestraft werden. Präsident Joko Widodo unterzeichnete einen entsprechenden Erlass. "Außerordentliche Kriminalität erfordert außerordentliche Maßnahmen", sagte er am Mittwoch im Präsidentenpalast in der Hauptstadt Jakarta.

Regierung spricht von einer Krise
Erst in diesem Monat waren sieben Jugendliche wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer 14-Jährigen auf der Insel Sumatra zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt worden. Auch über andere ähnliche Fälle gab es zuletzt Berichte. Nach offiziellen Angaben ist die Zahl der öffentlich gewordenen Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder in Indonesien von knapp 2.200 im Jahr 2011 auf mehr als 5.000 im Jahr 2014 gestiegen. Die Regierung sprach von einer Krise.

Mikrochip für Sex-Täter
Verurteilte Pädophile sollen nun nach ihrer Haftentlassung beobachtet werden können, indem ihnen ein Mikrochip eingepflanzt wird. Ihre Namen können außerdem veröffentlicht werden. Bei der chemischen Kastration werden Hormon-Medikamente gespritzt, um den Geschlechtstrieb zu hemmen. Das bisherige Gesetz sah für Täter, die Kinder missbrauchten, eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren vor

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