Philippinen: Mehr als 170 Erdbebentote

Noch immer Vermisste

Philippinen: Mehr als 170 Erdbebentote

Nach dem Erdbeben auf den Philippinen haben Bergungsmannschaften am Freitag weitere Leichen aus den Trümmern geborgen. Bei dem schwersten Erdbeben seit 23 Jahren kamen damit mindestens 171 Menschen ums Leben, wie das Büro für Katastrophenschutz berichtete. Mindestens 20 Menschen wurden noch vermisst.

Versorgung der Überlebenden schwierig

Eine Herausforderung blieb die Versorgung der Überlebenden. Straßen sind nach Erdrutschen teilweise noch nicht wieder passierbar. "Wir haben unsere letzten Reisvorräte verteilt", berichtete Bürgermeister Jose Pahang aus der Ortschaft Antequera auf der Insel Bohol. Dort waren 13 Menschen ums Leben gekommen. "Unsere Vorräte an Dosengemüse, Medikamenten und Wasser gehen auch zur Neige." Die Straßen in seine Region seien noch blockiert.

Der preisgekrönte Kinderchor von Loboc sang am Freitag vor den Ruinen der historischen San-Pedro-Kirche. "Wir dürfen die Hoffnung nie verlieren", sagte Carmel Mae Inzon, die in dem Chor singt. "Unsere Proben sind zwar abgesagt, aber wir machen weiter, und wollen wie geplant an einem Wettbewerb im Dezember in Vietnam teilnehmen."

34.000 Häuser zerstört
Die Katastrophenbehörde zog eine erste Bilanz: Bei dem Beben der Stärke 7,2 wurden am Dienstag auf der Insel Bohol und Nachbarinseln 640 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila 34.000 Häuser zerstört. Sie schätzte die Schäden an Gebäuden, Straßen und Brücken auf 563 Millionen Pesos (9,5 Millionen Euro).
 

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