Piratenpartei wirbt mit nackter Kandidatin

Tschechien

 

Piratenpartei wirbt mit nackter Kandidatin

Die neue, bisher außerparlamentarische Tschechische Piratenpartei (CPS), die für eine Lockerung des Copyright-Gesetzes kämpft, wirbt auch mit Hilfe von Nacktfotos um Stimmen bei den bevorstehenden Parlamentswahlen. Wie die tschechische Tageszeitung "Lidove noviny" (Donnerstag-Ausgabe) berichtete, stellte eine CPS-Kandidatin, die 24-jährige Soziologiestudentin Olivie Brabcova, die auch als Model arbeitet, Dutzende Nacktaufnahmen von sich ins Internet. "Man nennt mich Pirat. Zum Piraten hat mich ein schlechtes Copyright-Gesetz gemacht, weil sich die Unterhaltungsindustrie der digitalen Zeit nicht anpasst. Ich will eine Änderung", sagt Brabcova im offiziellen CPS-Wahlspot.

Der Marketingexperte Bretislav Polach meinte dazu, die pikanten Fotos könnten der gesamten Partei helfen. Das Bewusstsein über die CPS werde dank der Medienwirksamkeit ihrer Kandidatin gestärkt. Besonders unter den jungen Wählern könnte die CPS damit punkten, sagte er. Die Parlamentswahlen finden am 28. und 29. Mai statt.

cps

Gleichzeitig verwies Polach auf die Ergebnisse der kürzlichen "Studenten-Wahlen" in Tschechien, bei denen die CPS 7,7 Prozent der Stimmen erzielt hatte. Das Mindestlimit für den Einzug ins Parlament beträgt fünf Prozent. Die "Studenten-Wahlen" waren ein Projekt, dessen es Ziel war, den künftigen bzw. jungen Wählern im Alter von 15 bis 19 Jahren (in Tschechien gilt ein Mindestwahlalter von 18 Jahren) das Wahlsystem nahezubringen. Insgesamt 135 Gymnasien, Mittelschulen und Berufsschulen mit fast 40.000 Schülern nahmen daran teil.

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