Raumtransporter bringt Nachschub zur ISS

"Johannes Kepler"

Raumtransporter bringt Nachschub zur ISS

Mit Schokolade und frischer Kleidung ist ein unbemanntes Versorgungsschiff zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Der europäische Raumtransporter "Johannes Kepler" hob am Mittwoch kurz vor 23.00 Uhr MEZ an Bord einer Ariane 5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. Am Vortag war ein erster Startversuch kurz vor Ablauf des Countdowns wegen technischer Probleme abgebrochen worden.

Frachter abgesetzt

Etwa eine Stunde nach dem Start setzte die Ariane-Rakete den Frachter vom Typ ATV in 260 Kilometern Höhe im All ab. In acht Tagen soll er am russischen Teil der ISS andocken. Damit steht ihm der schwierigste Teil der rund 450 Millionen Euro teuren Mission noch bevor. Bei einer Geschwindigkeit von 28.000 Kilometern pro Stunde muss es einen nur 15 Zentimeter großen Andockpunkt treffen.

Der nach dem deutschen Astronom Johannes Kepler benannte Raumtransporter soll bis Anfang Juni im All bleiben. Mehrmals wird er die ISS in der Zeit anheben. Diese sinkt kontinuierlich ab und würde ohne fremde Hilfe irgendwann abstürzen. Nach etwa dreieinhalb Monaten beladen die Astronauten den Frachter mit Müll. Auf seinem Weg zurück zur Erde soll er kontrolliert über dem Südpazifik verglühen.

Komplizierter Außeneinsatz

Unterdessen schlossen am Mittwochabend auf der ISS zwei russische Besatzungsmitglieder den zweiten komplizierten Außeneinsatz binnen eines Monats erfolgreich ab. Wie das Flugleitzentrum nahe Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte, installierten Dmitri Kondratjew und Oleg Skripotschka während ihres knapp fünfstündigen Einsatzes im freien Weltraum unter anderem Sensoren zur Registrierung von Erdbeben und Blitzeinschlägen an das russische Modul "Swesda".

Für Kondratjew war es der zweite Außeneinsatz, für Skripotschka sogar schon der dritte. Erst am 21. Jänner hatten die beiden Kosmonauten in fünf Stunden und 23 Minuten unter anderem eine Kamera installiert, die Andockmanöver der russischen Sojus-Kapseln aufzeichnen kann.

 Derzeit arbeiten außer Skripotschka und Kondratjew auch deren Landsmann Alexander Kaleri, die US-Astronauten Scott Kelly und Catherine Coleman sowie der Italiener Paolo Nespoli auf der ISS in etwa 350 Kilometern Höhe.

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