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Sarg mit getöteter Italienerin in Rom

Berlin-Anschlag

Sarg mit getöteter Italienerin in Rom

Auf Roms Flughafen Ciampino ist am Samstag der Sarg mit der Leiche der 31-jährigen Italienerin Fabrizia Di Lorenzo eingetroffen, die beim Anschlag in Berlin am Montag ihr Leben verloren hat. Der Sarg traf an Bord eines Airbus 319 der italienischen Staatsflotte ein und wurde laut italienische Medien von Staatspräsidenten Sergio Mattarella und Verteidigungsministerin Roberta Pinotti empfangen.

Unbenannt-6.jpg © Twitter © Twitter

Der Präsident umarmte die Eltern der aus der Kleinstadt Sulmona in der Apennin-Region Abruzzen stammenden Di Lorenzo, die seit drei Jahren in Berlin lebte. Sie zählt zu den zwölf Todesopfern des Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin. Der mutmaßliche tunesische Täter, Anis Amri, wurde am Freitag in Sesto San Giovanni bei Mailand bei einer Kontrolle von einem Polizisten erschossen.

Polizeichef verteidigt Veröffentlichung des Namens

Italiens Polizeichef Franco Gabrielli verteidigte sich indes vor der Kritik wegen der Namensnennung des Polizisten, der Amri erschossen hatte, und seines Kollegen, der vom Tunesier mit einem Pistolenschutz verletzt wurde. Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni und Innenminister Marco Minniti hätten den Polizisten öffentlich danken, ihre Tat besonders hervorheben wollen und sie deshalb beim Namen genannt, sagte Gabrielli.

"Das ist eine Anerkennung der Rolle zweier Polizisten, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben", so Gabrielli. Er bestritt, dass die beiden Polizisten jetzt vor Vergeltung geschützt werden müssten.

"Islam kann nicht integriert werden"

Aktivisten der rechtspopulistischen und ausländerfeindlichen Oppositionspartei Lega Nord versammelten sich inzwischen auf in Sesto San Giovanni, so Amri erschossen wurde. "Der Islam kann in unsere Gesellschaft nicht integriert werden. Den Krieg gegen den Fundamentalismus gewinnt man nur mit dem Stolz über unsere Identität", betonte Lega-Chef Matteo Salini, der sich an der Veranstaltung beteiligte. Er forderte die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zur Bekämpfung des fundamentalistischen Terrorismus.

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