Saudi-Diplomat tötet Radfahrer in Berlin

Wirbel um Unfall

Saudi-Diplomat tötet Radfahrer in Berlin

Ein tödlicher Unfall ereignete sich am Dienstagabend in Berlin-Neukölln. Ein Radfahrer war gerade unterwegs, als plötzlich ein saudischer Diplomat seine Autotür abrupt aufriss, sodass der Radler mit voller Wucht gegen diese krachte. Er starb aufgrund seiner schweren Verletzungen am Mittwoch im Krankenhaus.

Der Araber stand mit seinem Porsche Cayenne zudem auch noch im absoluten Halteverbot. Ein Verfahren muss er aber nicht befürchten. Seine diplomatische Immunität macht ihn nicht belangbar.

Ehefrau will gerechte Strafe

Die Ehefrau des Opfers sagte zur "Bild", dass ihr Mann immer ein umsichtiger Radfahrer gewesen sei. Für die Befreiung von der Gerichtsbarkeit gegenüber dem Diplomaten hat sie kein Verständnis. "Es ist mir egal, ob das ein Diplomat war oder nicht. Er soll dafür seine gerechte Strafe bekommen", sagt sie.   

Ob er jemals wirklich dafür belangt werden kann, liegt in den Händen der saudischen Botschaft. Gegenüber der "Bild"-Zeitung heißt es: "Mit großer Bestürzung haben wir von dem tragischen Unfall in Neukölln erfahren. Wir stehen im engen Austausch mit dem Auswärtigen Amt. Im Namen der saudischen Botschaft möchten wir den Angehörigen des Verstorbenen unser tief empfundenes Beileid aussprechen."

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