UNO-Beobachter verurteilen

Syrien

UNO-Beobachter verurteilen "brutale Tragödie"

Der Leiter der UNO-Beobachtermission in Syrien, Robert Mood, hat den Angriff syrischer Regierungstruppen auf die Stadt Houla (Al-Hula) vom Freitag scharf verurteilt. Er verurteile "in schärfster Form" die "brutale Tragödie", erklärte Mood am Samstag. Die UNO-Beobachter, die am Samstag vor Ort eingetroffen waren, hätten bestätigt, dass die Armee in der Stadt Panzerartillerie eingesetzt habe. Den Beobachtern zufolge wurden bei dem Angriff mindestens 92 Menschen getötet, darunter 32 Kinder unter zehn Jahren.

Der oppositionelle Syrische Nationalrat hatte zuvor von mehr als 110 Toten gesprochen, die Hälfte davon Kinder. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von mehr als 90 Toten, darunter 25 Kinder.

Das UNO-Beobachterteam war am Samstag nach Houla gereist, um nach eigener Aussage "die in den vergangenen 24 Stunden im Verstoß gegen die Waffenruhe begangenen Verbrechen zu dokumentieren". Der Syrische Nationalrat sprach von einem "Massaker".

Großbritannien forderte unterdessen eine "harte internationale Reaktion". "Wir haben eilige Beratungen mit unseren Verbündeten aufgenommen mit Blick auf eine harte internationale Reaktion", erklärte Außenminister William Hague am Samstag in London. Die britische Regierung werde eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates "in den kommenden Tagen" beantragen. Die vor allem aus desertierten Soldaten bestehende Freie Syrische Armee (FSA) will sich nach eigenen Angaben nicht länger an den Friedensplan des Syrien-Gesandten Kofi Annan halten, wenn die Vereinten Nationen nicht sofort in den Konflikt eingreifen.
 

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