Syrien: Assad ist in Damaskus

Rätselraten zu Ende

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Syrien: Assad ist in Damaskus

Der syrische Staatschef Bashar al-Assad befindet sich wieder im Präsidentenpalast in Damaskus. Er würde sich dort mit seinen Mitarbeitern aufhalten und "die Geschicke des Landes lenken", sagte einer seiner Berater der Nachrichtenagentur AFP in der libanesischen Hauptstadt Beirut, von wo aus er nach eigenen Angaben in Kontakt mit Assad stehe.

Zuvor hieß es in einem Bericht des staatlichen syrischen Fernsehens, dass Assad erstmals seit den Bombenanschlägen wieder aufgetreten sein. Er habe an der Angelobung des neuen Verteidigungsministers General Fahad Jassim al-Freij teilgenommen, berichtete der Sender.

Gerüchte über Flucht
Zuvor hieß es aus Kreisen der Opposition, dass Assad in Latakia am Mittelmeer sei, wo er die Reaktion auf den Anschlag gegen seine engsten Mitarbeiter aus dem Sicherheitsapparat steuere, hieß es am Donnerstag bei Regierungsgegnern und einem westlichen Diplomaten.

Diashow Anschlag auf syrische Staatsführung
Assef Shawkat, stellvertretender Verteidigungsminister (†)

Assef Shawkat, stellvertretender Verteidigungsminister (†)

Shawkat, der Schwager von Machthaber Assad, wurde bei dem Selbstmordanschlag gegen eine Versammlung von Kabinettsmitgliedern und ranghohen Vertretern der Sicherheitsdienste am 18. Juli im Zentrum von Damaskus getötet.

Daoud Rajha, Verteidigungsminister (†)

Daoud Rajha, Verteidigungsminister (†)

Rajha wurde bei dem Selbstmordanschlag getötet.

Mohammed Ibrahim al-Shaar, Innenminister

Mohammed Ibrahim al-Shaar, Innenminister

al-Shaar wurde bei dem Anschlag verletzt und danach in das Al-Shami-Krankenhaus gebracht.

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  Diashow

Unklar ist immer noch, wo sich die Familie des syrischen Präsidenten aufhält. Es heißt, Assads Frau Asma und seine Kinder seien in seine Heimatstadt Kardaha im Nordwesten des Landes gebracht worden. Eine Präsidentenmaschine sei am Mittwoch vom Flughafen Messe in Damaskus gestartet, berichten Aktivisten. Doch eine Bestätigung dafür gibt es nicht.

Heftige Gefechte in Damaskus
Aufständische und Truppen des syrischen Machthabers Bashar al-Assad haben sich am Donnerstag offenbar schwere Gefechte in der Nähe des Regierungsviertels in der Hauptstadt Damaskus geliefert. Bei den Kämpfen im Bezirk Ikhlas sei mindestens ein Mensch getötet worden, sagten Oppositionelle und Augenzeugen. Die Regierungstruppen seien von den Rebellen angegriffen worden. Assad-treue Soldaten hätten in der ganzen Stadt gepanzerte Fahrzeuge aufgefahren und Straßensperren errichtet.
 

Latakia.jpg
(c) Google/Maps, Ist Assad in Latakia?

Angst vor Giftgas
Unter den Oppositionellen machte sich die Angst breit, das Regime können in den Protesthochburgen in Damaskus Giftgas einsetzen. In den Zirkeln der Regimegegner wurde darüber diskutiert, ob man nicht mit Holzkohle und Plastiksackerln Schutzmasken herstellen könnte.

Österreicher verlassen Botschaft
Die Sicherheitslage in Damaskus spitzt sich zu: Jetzt haben auch die letzten österreichischen Mitarbeiter der Botschaft Syrien verlassen. Sie befinden sich im benachbarten Libanon. Dort in der Hauptstadt Damaskus weilt auch die Botschafterin Maria Kunz. Alle Infos dazu finden Sie hier >>
 

Damaskus.jpg
(c) AP, Rauch über Damaskus nach dem gestrigen Attentat auf den Sicherheitsapparat

Ban Ki-moon verurteilt Attentat
Stunden vor der Entscheidung des UNO-Sicherheitsrats über eine neue Syrien-Resolution hat Generalsekretär Ban Ki-moon das Sprengstoff-Attentat mit mindestens drei toten Regimegrößen in Damaskus scharf verurteilt. Nach Angaben seines Sprechers in New York rief Ban alle Konfliktparteien dazu auf, Waffengewalt in jeglicher Form zu beenden und den Friedensplan des Sondervermittlers Kofi Annan umzusetzen.

Annan sagte, der Anschlag mache nur noch deutlicher, dass der Sicherheitsrat dringend und bestimmt handeln müsse. Er habe mit einigen Mitgliedern des Sicherheitsrates gesprochen und sie aufgefordert, gemeinsam eine Entscheidung zu treffen, die ein Ende des Blutvergießens in Syrien und Impulse für einen politischen Wandel ermögliche, so Annan laut Mitteilung.

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