Terror-Posse um Ukraine-Premier

Wien

Terror-Posse um Ukraine-Premier

Der Flughafen Wien-Schwechat rückte am Donnerstagabend unabsichtlich ins Zentrum der Weltpolitik. Nachdem die Flugsicherheitsbehörde in Deutschland einen Terroralarm nach Wien übermittelte, rückte um kurz nach 19 Uhr die Spezialeinheit Cobra aus, um jene AUA-Maschine (OS 354) zu filzen, in der Ukraine-Premier Arsenij Jazenjuk vom EU-Sondergipfel aus Brüssel gekommen war.

„Was ist hier los?“ Einzig: Weder die Passagiere noch der Pilot wussten etwas von einem Terroralarm, niemand fühlte sich bedroht. Der Pilot fragte die Polizeieinheit am Rollfeld sichtlich verdutzt: „Was ist denn hier los?“ Und dabei soll sogar er selbst es gewesen sein, der den Einsatz auf höchstem Alarmniveau auslöste.

Die Hintergründe: Die Flugsicherheitsbehörde in Karlsruhe hatte offenbar bereits aus Maastricht eine lose Terrorwarnung für die Maschine und fragte den AUA-Piloten per Funk, ob wohl alles in Ordnung sei. Der antwortete: „Ja, alles okay“, doch das war den Deutschen eine zu knappe Antwort. Karlsruhe löste Alarm aus, die Austro Control Wien übernahm, Cobra und Polizei rückten mit 40 Mann aus.

Fazit: Der ukrainische Premier musste kurz im VIP-­Terminal warten, bis sein Gepäck kontrolliert war, dann ging es weiter nach Kiew.

Russische Intrige? Offen ist, ob es sich bei der Aktion um eine gezielte Störaktion des russischen Geheimdienstes gehandelt hat.

Cobra-Chef: »Bei Terror-Code geht alles schnell«
ÖSTERREICH: Herr Treibenreif, wie lief der Cobra-Einsatz am Flughafen Wien ab?
Bernhard Treibenreif: Ein Code wurde gesendet, der über die Flugsicherheits­behörde Austro Control zur Polizei und zu uns kam. Wir sind von Wiener Neustadt nach Schwechat gefahren und haben nach Plan gehandelt.

ÖSTERREICH: Der ukrainische Übergangspremier Jazenjuk war an Bord, wussten Sie das?
Bernhard Treibenreif:  Ja, das wurde kommuniziert, aber es spielt eigentlich keine Rolle. Bei so einer Alarmierung geht sowieso alles schnell.

ÖSTERREICH:
Wie oft haben Sie so ein Alarmszenario?
Bernhard Treibenreif:  Sehr selten. Zum Glück.

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