USA verschärfen Sanktionen gegen Kim

Nordkorea

USA verschärfen Sanktionen gegen Kim

Die USA verhängen nach den jüngsten Hackerangriffen weitere Sanktionen gegen Nordkorea. Betroffen seien drei Institutionen und Staatsunternehmen sowie zehn Regierungsvertreter des kommunistischen Staates, teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Diesen werde künftig der Zugang zum US-Finanzsystem verwehrt. Amerikaner dürften mit den Betroffenen nicht länger Handel treiben.

Präsident Barack Obama habe eine entsprechende präsidiale Anordnung am Donnerstag unterzeichnet. Damit werde Nordkorea für sein "destruktives und destabilisierendes Verhalten" zur Verantwortung gezogen, erklärte Finanzminister Jacob Lew.

Antwort auf Cyber-Attacken
Zwischen den USA und Nordkorea gibt es derzeit wegen Hackergriffen gegen Sony Pictures und Terrordrohungen Spannungen. Anlass der jüngsten Auseinandersetzung war die US-Kinosatire "The Interview", in der es um die fiktive Ermordung des nordkoreanischen Herrschers Kim Jong-un geht. Sony hatte die Filmkomödie zum Ärger Obamas zunächst zurückgezogen, danach aber doch freigegeben.

Die USA haben bereits seit Jahren Sanktionen gegen Pjöngjang wegen dessen Atomwaffen-Entwicklung in Kraft. Zudem sind die wirtschaftlichen Verflechtungen mit dem verarmten ostasiatischen Land sehr gering.

Die neuen Sanktionsschritte seien eine Antwort auf die Cyberangriffe, aber auch auf anhaltende Provokationen, die Destabilisierungspolitik und repressive Handlungen Nordkoreas, sagte Josh Earnest, Sprecher im Weißen Haus. Man nehme die Hackerangriffe ernst, die einem US-Unternehmen finanziell schaden sollten. Zudem habe Nordkorea die Meinungsfreiheit in den USA bedroht. Die Strafmaßnahmen stehen aber nicht direkt im Zusammenhang mit der Cyberattacke auf Sony, sagte ein anonymer Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur Reuters.

Die drei nun bestraften Organisationen standen bereits wegen möglicher Beteiligung am Atomprogramm Nordkoreas unter Sanktionen. Es handelt sich den Angaben zufolge um einen nordkoreanischen Geheimdienst (Reconnaissance General Bureau), der für Cyberattacken verantwortlich sei. Betroffen seien auch die staatliche Bergwerksgesellschaft sowie ein Handelsunternehmen.
 

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