Geldsegen für die Rebellen

Libyen

Geldsegen für die Rebellen

Italien stockt die von ihr für die Aufständischen in Libyen zugesagten Gelder aus eingefrorenem Vermögen der Gaddafi-Regierung von 350 Millionen auf 500 Millionen Euro auf. Außenminister Franco Frattini sagte während eines Besuchs am Mittwoch in Ungarn nach einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur ANSA: "Heute ist die endgültige Entscheidung gefallen, 500 Millionen Euro freizugeben, um unsere libyschen Freunde zusätzlich zu unterstützen."

Diashow Gaddafis Farm: Rebellen erobern Ferienhaus

Die Rebellen sind Gaddafi dicht auf den Fersen

Im Bett des Machthabers: Diese Rebellen ruhen sich nach der Übernahme der Gaddafi Farm aus.

Die Rebellen sind Gaddafi dicht auf den Fersen

Das Anwesen liegt 138 km von Abu Grein entfernt.

Die Rebellen sind Gaddafi dicht auf den Fersen

Ein überdimensional großer Swimming Pool gehörte zu dem Landhaus.

Die Rebellen sind Gaddafi dicht auf den Fersen

Der Salon: Hier empfing Gaddafi Gäste.

Die Rebellen sind Gaddafi dicht auf den Fersen

Auch ein Tennis-Platz findet sich auf dem Landsitz

1 / 5

Als Folge der Sanktionen gegen Libyen sind bei italienischen Banken Milliarden Euro Guthaben des langjährigen libyschen Machthabers Muammar Gaddafi gesperrt. Vergangene Woche hatte die italienische Regierung erklärt, von den eingefrorenen Geldern würden 350 Millionen Euro für den Nationalen Übergangsrat der Rebellen freigegeben.

Auch London gibt Milliarden frei
Großbritannien darf eingefrorene libysche Finanzmittel in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) für humanitäre Zwecke freigeben. Das Sanktionskomitee der Vereinten Nationen habe am Dienstag eine entsprechende Anfrage aus London genehmigt, teilte der britische UN-Botschafter mit. Die Mittel waren im Zuge der UN-Sanktionen gegen die Führungsriege um den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi wegen seines Vorgehens gegen die Zivilbevölkerung eingefroren worden.
 

Diashow Luxus pur: So lebte der Gaddafi-Clan

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

Villa mit Meerblick: In diesem Strandhaus mangelte es an nichts.

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

Die Matratze ist schon abtransportiert - gleich ist die Wiege dran.

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

Sieht man auch nicht alle Tage: Ein Whirlpool auf der Terrasse.

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

Dieses Zimmer war black and white. Elegant in schwarz und weiß ließ sich Sohn Hannibal dieses Zimmer einrichten.

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

Alles was nicht niet und nagelfest ist wird nun von den Rebellen mitgenommen...

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

..darunter auch die Foto-Alben des flüchtigen Machthabers.

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

In jedem Bad ein Whirlpool: Dieses Exemplar war ringsherum mit Plastik-Blumen geschmückt.

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

Kein Widerspruch zum Islam: Der Gaddafi-Clan trank literweise Champagner.

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

Terrasse am Meer: Hier feierten Gaddafis Söhne Strand-Partys.

Privatflieger Gaddafis ein Luxus-Jet

Ortswechsel: Der Diktator hatte eine eigenen Maschine.

Privatflieger Gaddafis ein Luxus-Jet

Auch diese ist nun in Rebellenhand.

Privatflieger Gaddafis ein Luxus-Jet

Auf den Luxus-Sofas machen sich die Kämpfer breit.

Privatflieger Gaddafis ein Luxus-Jet

Wie in einem Porno-Film: Das Bett des Diktators.

Privatflieger Gaddafis ein Luxus-Jet

Konferenz-Zimmer im Airbus: Auf einem erhöhten Sessel nahm der Machthaber Platz.

Privatflieger Gaddafis ein Luxus-Jet

Nun ist der Flieger beliebtes Foto-Motiv der Rebellen.

Gaddafi-Clan ist nach Algerien geflohen

Die Familie Gaddafis hat Libyen verlassen. Im Bild: Gaddafis Frau Safia mit den Kindern Aisha, Hannibal und Mohammed.

Gaddafi-Clan ist nach Algerien geflohen

Wo sich Gaddafi derzeit versteckt hält, ist noch völlig unklar.

Gaddafi-Clan ist nach Algerien geflohen

Tochter Aisha, hier bei einem Auftritt im April in Tripolis, ist Gaddafis Lieblings-Kind.

Gaddafi-Clan ist nach Algerien geflohen

Besonders skrupellos: Hannibal Gaddafi.

1 / 19

Deutsche Gewehre
Die Rebellen in Libyen setzen nach Recherchen des ARD-Magazins "Kontraste" und der "Stuttgarter Nachrichten" deutsche G36-Gewehre ein. Bei den Waffen handle es sich um bei Heckler & Koch hergestellte Gewehre, berichteten "Kontraste" und "Stuttgarter Nachrichten" am Mittwoch. Ein Sprecher des deutschen Wirtschaftsministeriums sagte dazu, der Regierung lägen keine Erkenntnisse darüber vor, wie die Gewehre nach Libyen gelangt sein könnten.

   Den Medienberichten zufolge waren die Gewehre den Rebellen beim Sturm auf die Residenz des libyschen Diktators Muammar Gaddafi in Tripolis in der vergangenen Woche in die Hände gefallen. Augenzeugen hätten dies berichtet, der Herstellerstempel und die so genannte Beschussmarke würden die deutsche Produktion belegen, hieß es.

   Das G36 ist das Standardgewehr der Bundeswehr. Den Berichten zufolge ist bisher unklar, wie viele Waffen wann, von wem und auf welchem Weg nach Libyen geliefert wurden. Heckler & Koch habe auf Anfrage ausgeschlossen, die Waffen nach Libyen geliefert zu haben. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte demnach mit, es habe keine Genehmigung für eine G36-Lieferung erteilt.

   "Da müssen Leute was gemacht haben, was mit deutschen Gesetzen nicht vereinbar ist", sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele den "Stuttgarter Nachrichten". "Die Lieferung deutscher G36 Sturmgewehre an das Gaddafi-Regime ist ein unfassbarer Vorgang und muss sofort und umfassend aufgeklärt werden", verlangte der Linken-Außenpolitiker Jan van Aken in Berlin. Er wies darauf hin, es seien schon wiederholt deutsche G36-Gewehre in Kriegsgebieten aufgetaucht, in die sie angeblich nie geliefert worden seien.

NATO länger im Land
Die NATO richtet sich darauf ein, auch nach dem Ende ihres Militäreinsatzes mit Schiffen und Flugzeugen vor und über Libyen präsent zu bleiben. Dies vereinbarten die Vertreter der 28 NATO-Staaten am Mittwoch im NATO-Rat in Brüssel. Eine Entsendung von Bodentruppen komme nicht in Frage. Aufklärungsflugzeuge im Himmel über Libyen und Schiffe vor der Küste seien aber für einen begrenzten Zeitraum möglich, sofern dies von der künftigen libyschen Regierung gewünscht werde, hieß es in der NATO-Zentrale.

Gaddafis Heimatstadt gibt nicht auf
Nach dem Ultimatum der Rebellen gibt es in der Heimatstadt des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi, Sirte, bisher keine Anzeichen für eine Kapitulation.
Die Bevölkerung in der rund 75.000 Einwohner zählenden Küstenstadt sei gespalten, berichtete der Nachrichtensender Al-Jazeera. Eine Hälfte plädiere für Kampf, die andere Hälfte für Kapitulation.

 Stammesälteste versuchten, die Gaddafi-Truppen wenigstens davon zu überzeugen, dass im Fall eines Kampfes Frauen und Kinder zuvor die Stadt verlassen könnten. Nach Rebellenangaben kamen seit Beginn des Aufstandes gegen Gaddafis Regime vor sechs Monaten mindestens 50.000 Menschen ums Leben. Unabhängige Schätzungen lagen im Detail nicht vor.




 




 

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 5

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung
Es gibt neue Nachrichten