Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

3:55 Uhr: Arabische Liga wirft Israel Kriegsverbrechen vor

Angesichts der Militäroffensive im Gazastreifen mit mehr als 180 Toten binnen einer Woche hat die Arabische Liga Israel Kriegsverbrechen vorgeworfen. Israel begehe "Kriegsverbrechen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte der Vorsitzende der Arabischen Liga, Nabil el-Araby, in der Nacht zum Dienstag bei einer Dringlichkeitssitzung der Außenminister der Organisation in Kairo. "Israel genießt eine politische Immunität, es begeht Verbrechen, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden", sagte el-Araby. Der palästinensische Außenminister Riad al-Malki sagte, der Konflikt im Gazastreifen sei "kein Krieg zwischen zwei Armeen oder gegen die Hamas, sondern gegen das gesamte palästinensische Volk und gegen seine Rechte".

2:45 Uhr: Bowe Bergdahl könnte 350.000 Dollar für Taliban-Haft kassieren

Der US-Soldat kehrte nach seiner Rückkehr aus fünf Jahren Taliban-Gefangenschaft und einer eineinhalb Monate langen Rehabilitationsphase am Montag in den aktiven Militärdienst zurück: Der Sergeant ist vorerst weitab der Front an einem Schreibtisch der "Fort Sam"-Kaserne bei Houston (Texas) im Einsatz. Bergdahl, den Kameraden einen Deserteur nennen und dessen Gefangenenaustausch gegen fünf Top-Taliban zu einem Polt-Skandal wurde, könnte nun 200.000 Dollar an ausstehenden Gehältern während der Zeit in Taliban-Haft erhalten, 150.000 Dollar zusätzlich wegen seines Status als Kriegsgefangener, berichtet der Sender "Fox News".

bergdahl.jpg © reuters

Bowe Bergdahl: Riesengehaltsscheck wartet

Besonders eigenartig ist auch: Bergdahl hat sich bisher geweigert, mit seinen Eltern zu sprechen, die sich nimmermüde für seine Freilassung eingesetzt hatten. 

1:40 Uhr: Ringen um Nahost-Frieden: Hamas lehnt Waffenruhe ohne Einigung mit Israel ab

Die radikalislamische Hamas lehnt eine Waffenruhe ohne eine umfassende Einigung im Konflikt mit Israel ab. "Ein Waffenstillsand ohne eine Einigung ist ausgeschlossen", sagte Hamas-Sprecher Fausi Barhum am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. "In Zeiten des Krieges lässt man nicht die Waffen ruhen, um anschließend zu verhandeln." Die Hamas habe kein offizielles Angebot erhalten, fügte Barhum hinzu. 

Damit erteilte die Hamas einem Vorschlag Ägyptens eine Absage, der eine Waffenruhe ab Dienstag um 08.00 Uhr (MESZ) vorsieht. Das israelische Sicherheitskabinett will nach Angaben aus Regierungskreisen am frühen Dienstagmorgen zusammenkommen, um über den ägyptischen Vorschlag zu beraten. Laut der Zeitung "Haaretz" will Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die Mitglieder des Sicherheitskabinetts bitten, für eine Waffenruhe zu stimmen. In der südisraelischen Hafenstadt Eilat schlugen unterdessen in der Nacht auf Dienstag mehrere Raketen ein. Es war die erste Attacke im jüngsten Konfliktes auf die Touristenstadt am Roten Meer. 

1:05 Uhr: America Movil erhöht Anteil bei Telekom Austria auf 51 Prozent

Der mexikanische Mobilfunkanbieter America Movil hält nun knapp 51 Prozent der Aktien von Telekom Austria. Die Firma des Milliardärs Carlos Slim habe im Rahmen eines Übernahmegebots 23,5 Prozent der Anteilsscheine des österreichischen Marktführers eingesammelt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Slim war bereits bisher im Besitz von mehr als 27,2 Prozent der Anteile. Während der vergangenen acht Wochen hat Slim den Kleinaktionären der teilstaatlichen Telekom Austria 7,15 Euro je Aktie geboten - eine Prämie von zehn Prozent im Vergleich zum relevanten Durchschnittskurs. Viele große Banken hatten ihren Kunden daher empfohlen, die Offerte anzunehmen. Eine Mindestannahmeschwelle gibt es nicht. Slims Anteil ist mit 51 Prozent gedeckelt. Denn Slim und der bisher größte Telekom-Aktionär, der Staat Österreich über seine Industrieholding ÖIAG, haben vereinbart, dass zumindest 24 Prozent der Telekom-Aktien als Streubesitz an der Wiener Börse notieren sollen. Die ÖIAG, die derzeit 28,4 Prozent hält, will zumindest ihre Sperrminorität von 25 Prozent halten.  

0:45 Uhr: "Octomum" bekennt sich in Betrugsfall schuldig

Der Mutter von Achtlingen und sechs weiteren Kindern, Nadya Suleman, war angeklagt worden, nachdem sie trotz Einnahmen aus einem Sex-Film weiterhin Wohlfahrtshilfe bezog. Suleman hatte für die Pornofilme, wo sie bei der Selbstbefriedigung zu sehen ist, insgesamt 25.000 Dollar erhalten, jedoch gegenüber den Behörden verschwiegen.

 

 

Sie bezog damals Geld vom Staat für Essensmarken, Krankenversicherung und Mietzuschuss. Mit dem freiwilligen Schuldeingeständnis entging sie einer Haftstrafe. Sie zahlte der Versicherung Medi-Cal 9.805 Dollar zurück, 16.481 Dollar retournierte Suleman an die Wohlfahrt.  

0:15 Uhr: Übernahme: Rettung für bankrotten Apple-Händler mcworld/mcshark 

Die HAAI Telekommunikations GmbH übernimmt den insolventen Welser Apple-Händler mcworld/mcshark. Die Übernahme sei am Montag vertraglich fixiert worden, teilte der Chef der HAAI Telekommunikations GmbH Zeljko Drmic in der Nacht auf Dienstag mit. Drmic, der bereits in der Meidlinger Hauptstraße in Wien und in der Herrengasse in Graz als Apple Premium-Reseller zwei HAAI Apple-Stores betreibt, kündigte in einer Aussendung an, das Unternehmen neu strukturieren zu wollen. Die Mehrzahl der Standorte als auch der Arbeitsplätze solle erhalten bleiben, so Drmic weiter.  

0:05 Uhr: USA: Paar wegen Sex am Dach eines Restaurants verhaftet

Die Triebe mussten Michael Suh (38) und Nicole Germack (27) aus Newark (US-Staat Delaware) noch vor dem Nachhauseweg überkommen haben: Ungeniert hatten sie Sex am Dach eines Restaurants - bevor sie die Polizei überraschte.

Selbst nach den ersten Zurufen eines Cops machten sie 20 Sekunden lang weiter, flüchteten dann in sein Apartment. Dort wurde das liebestolle Paar verhaftet: Sie wurden angeklagt wegen Lüsternheit, unangebrachter Nacktheit, Wiederstand gegen die Festnahme und Verschwörung, so die Zeitung "News Journal". 

23:30 Uhr: Deutsche erpresste Sohn von Saudi-Scheich um 20 Millionen Dollar

Leyla O. (34) wurde Montag in Los Angeles dem Richter vorgeführt. Sie war persönliche Assistentin von Thamer Albalwi (23), dem Sohn eines der reichsten Männer Saudi-Arabiens, Scheich Mansour Albalwi. Sie zeigte ihn bei der Polizei an wegen Vergewaltigung, schwerer Misshandlung, Freiheitsberaubung und gar Folter. Sie zeigte Brandwunden durch eine Zigarette, die ihr der Mann zugefügt hätte.

Er soll sie auch verprügelt haben, behauptete die Deutsche. Albalwi war am 23. März verhaftet worden, gegen eine Kaution von drei Millionen Dollar ging er frei. Jetzt gab es jedoch eine explosive Wende in dem Fall: O. und ein ebenfalls nun angeklagter Anwalt hätten von Scheich Albalwi 20 Millionen Dollar gefordert - dann werde die Frau vor Gericht nicht aussagen, so die Erpressung. Das Geld sollte auf ein Konto in der Schweiz fließen. Der Scheich verständigte die Polizei in Los Angeles, die gegen das “Opfer" ermittelte. Als O. nach LA zur vermeintlichen Zeugenaussage reiste, klickten die Handschellen. Makaber: Die Zigarettenbrandwunde hätte sie sich selbst zugefügt.  

23:05: Folgen der NSA-Affäre? Brasilien an russischer Luftabwehrtechnologie interessiert

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat im Gespräch mit ihrem russischen Kollegen Wladimir Putin Interesse am Kauf russischer Luftabwehrsysteme und an einer Kooperation im Bereich der Atomenergie geäußert. "Wir betonen die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der Verteidigung und der friedlichen Nutzung der Atomenergie", sagte Rousseff bei einer Pressekonferenz mit Putin am Montag in Brasilia. In der "Mitte des 21. Jahrhunderts" sei es nicht hinnehmbar, dass beide Länder von anderen abhängig seien. "Es ist essenziell, dass wir wissenschaftliche und technologische Autonomie erreichen", sagte Rousseff. Putin seinerseits würdigte Brasilien als Russlands "größten Partner" in Lateinamerika und betonte, bei Staaten hätten dieselben Interessen in "zentralen internationalen Fragen". Die beiden Staatschefs unterzeichneten bei dem Besuch Abkommen im Militär-, Wirtschafts-, Technologie- und Gesundheitsbereich. Die Kooperation kommt nach dem Abkühlen der Beziehungen zu den USA wegen des Lauschangriffes der NSA gegen Rousseff.

23:00 Uhr: Arnie weist Mitschuld bei Todesseuche in Kalifornien-Gefängnis zurück

22 erkrankte Insassen hatten den ehemaligen Gouverneur und damals politisch für den Zustand der Gefängnisse verantwortlichen Arnold Schwarzenegger verklagt: Sporen im Erdreich hatten im "Pleasant Valley State Prison" eine Epidemie an Wüstenfieber ausgelöst, einer Lepra-ähnlichen Erkrankung, die zu Hautablösungen, Gehirnschäden und Organversagen führt. 22 Insassen starben.

Arnold SCHWARZENEGGER Sylvester STALLONE Harrison FORD Dolph LUNDGREN Panzer Cannes © EPA

Arnie: Wehrt sich gegen Millionenklage von Häftlingen

Laut der Klage trage Arnie Mitverantwortung, da er die verheerenden Zustände in einigen der kalifornischen Gefängnisse ignoriert hätte. Dagegen wehrt sich der Ex-"Governator" nun jedoch vehement, so der Webdienst TMZ: Er habe keine "Gleichgültigkeit" gezeigt, so die Dokumente, er hätte in einer Pressekonferenz auf die Probleme aufmerksam gemacht. Aber er wäre auch beschäftigt gewesen, den Staat Kalifornien zu regieren, heißt es in der Klagebeantwortung. 

22:55 Uhr: Aufregung um neues Clinton-Skandalbuch: Wer steckt hinter Leak des Inhaltes?

Hillary Clinton, die weiter über ihre Kandidatur zum US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 "nachdenkt", wollte mit ihren eigenen Memoiren "Hard Choices" den Sommer dominieren. Das Kalkül ist nicht aufgegangen: Die Bio wurde als "Schnarcher" verrissen, inoffizielle Skandalbücher über Hillary und die Clintons dominieren die Bestsellerlisten: "Blutfehde" von Skandalbuch-Veteranen Ed Klein enthält zwar peinliche Details über Hillarys Gesundheitsprobleme, doch sonst bekommen in dem Tell-All eher Barack und Michelle Obama das meiste Fett ab. Mehr ans Eingemachte  könnte für Bill und Hillary das neue Buch "Clinton, Inc." des konservativen "Weekly Standard"-Autors Daniel Halper über die lukrative Geldmaschinerie des Politpower-Paares gehen. Es drohen Enthüllungen über "Kriecher Bill", "Eiskönigen Hillary" und "Prinzessin Chelsea", heißt es. Grund  genug offenbar für die Clintons, aktiv zu werden, mutmaßt Lloyd Grove in "The Daily Beast": Ein bewusster und ungewöhnlich früher "Leak" des Buches zehn Tage vor dem Verkaufsstart sollte den Verlag am kalten Fuß erwischen und den ganzen PR-Plan durcheinanderwirbeln.

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Tell-All durchleuchtet Clinton-Finanzen

Am Wochenende sandte ein gewisser Robert Joseph Wright eine Email samt PDF aller 312 Seiten des Enthüllungsbuches an eine Liste hochkarätiger US-Reporter. Der Leaker ist über Google oder andere Datenbanken nicht identifizierbar, heißt es. Und wie er zur Liste der wichtigsten Polit-Journalisten des Landes kam, ist ebenso ungeklärt. Deshalb wurden prompt Akteure aus dem Clinton-Umfeld hinter der Enthüllung des Buch-Inhaltes vermutet. Aus der Luft gegriffen scheint es nicht: Die Clintons sind seit dem berühmten "War Room" des Wahlkampfes 1992 berüchtigt, auch präventiv und gnadenlos zuzuschlagen. 

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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