Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:10 Uhr: USA und Ukraine verlangen von Moskau Druck auf Separatisten

Die USA und die Ukraine fordern von Russland nach dem mutmaßlichen Abschuss eines malaysischen Passagierjets über der Ostukraine größere Einflussnahme auf die prorussischen Separatisten. US-Vizepräsident Joe Biden und Ukraines Präsident Petro Poroschenko verlangten in einem Telefonat eine rasche internationale Untersuchung mit ungehindertem Zugang zur Absturzstelle, so das Weiße Haus am Freitag.

Beide Politiker hätten übereingestimmt, dass Russland als die Seite, die für die Bewaffnung der Separatisten verantwortlich sei, die Aufständischen öffentlich aufrufen müsse, ihre Waffen niederzulegen und internationalen und ukrainischen Experten sofortigen Zugang zu gewähren.  

4:05 Uhr: "Malaysia Airlines" spricht Angehörigen der Opfer von MH17 Beileid aus

Via Twitter drückte die Unglücks-Airline den Angehörigen der 298 Toten gerade "herzliches Beileid" aus. 

 

Tweets gingen online in englisch, malaiisch und miederländisch. Kritik an der Airline will weiter nicht verstummen. Auf CNN wurde wieder hinterfragt, ob die Flugroute durch das Kriegsgebiet aus Kostengründen gewählt wurde. 

3:30 Uhr: Obama bei Telefonaten einig mit Merkel, Cameron und Abbott: Ermittler müssen Zutritt zu Absturzstelle erhalten

Nach dem wahrscheinlichen Abschuss eines malaysischen Passagierflugzeugs im Osten der Ukraine hat US-Präsident Barack Obama am Freitag mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel telefoniert. Wie das Weiße Haus weiter mitteilte, führte er zudem Telefonate mit dem britischen Premierminister David Cameron und dem australischen Regierungschef Tony Abbott. In den Gesprächen habe Einigkeit darüber bestanden, dass "umgehend Zugang für internationale Ermittler zur Absturzstelle" gewährleistet werden müsse.

US-Vizepräsident Joe Biden telefonierte laut Weißem Haus erneut mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und Polens Regierungschef Donald Tusk. Am Freitagnachmittag war ein Team von Experten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an der Absturzstelle eingetroffen. Der Schweizer OSZE-Vertreter Thomas Greminger gab später an, 17 Beobachter hätten für 75 Minuten begrenzten Zugang erhalten, seien dann aber von bewaffneten prorussischen Separatisten "zu ihrer eigenen Sicherheit" aufgehalten worden. Das Team habe sich daraufhin aus Sicherheitsgründen in die Stadt Donezk zurückgezogen.  

3:10 Uhr: Britische Reporterin bei Russen-Kanal RT schmeißt wegen "Lügen" den Job

Sara Firth, die in London für die vom Kreml gesponserten, englisch-sprachigen Propaganda-Kanal "RT" arbeitet, trat als Protest über die Berichterstattung des Senders über den Abschuss von "Malaysia Airlines"-Flug MH17 zurück. "Ich habe heute bei RT gekündigt", postete sie auf Twitter: "Ich habe großen Respekt für viele in meinem Team, aber ich bin für die Wahrheit".

Eine Sprecherin des Senders reagierte: "Wir haben unterschiedliche Definitionen der Wahrheit..." 

2:55 Uhr: Gazastreifen: Sechs Tote bei neuem Israel-Angriff

Bei einem neuen israelischen Luftangriff auf Chan Younis im südlichen Gazastreifen sind Samstag in der Früh nach palästinensischen Angaben sechs Menschen getötet und 20 verletzt worden. Das teilte der Sprecher des palästinensischen Rettungsdienstes, Ashraf al-Kidra, mit. Laut Augenzeugen habe eine Gruppe junger Leute in der Nähe ihrer Wohnungen gesessen, als eine israelische Rakete einschlug.

Seit Beginn der israelischen Offensive am 8. Juli sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza-Stadt mehr als 300 Palästinenser getötet worden. Zwei Drittel von ihnen seien Zivilisten gewesen, darunter seien auch Frauen und Kinder. Das Ministerium erklärte, es erwarte, dass die Opferzahlen weiter steigen werden, wenn Israel seine Offensive im Gazastreifen nicht beenden werde.  

2:20 Uhr: Steht hier der Raketen-Launcher, der MH17 vom Himmel holte

Ominöse Fotos tauchten auf, die eine auf einem Panzerwagen montierte Raketen-Batterie der Type BUK im Ortskern des Ortes Torez zeigen - angeblich aufgenommen zwei Stunden vor dem Abschuss des "Malaysia Airlines"-Jumbojets. Experten glauben laut einem Bericht der "Daily Mail", dass die Rakete von hier aus abgefeuert worden sein könnte.

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Beweis-Foto? Raketen-Launcher in Torez

Ein identisch aussehende Raketen-Batterie ist nach dem Crash auf Videoaufnahmen zu sehen, wie sie auf einem Sattelschlepper in Richtung russischer Grenze abtransportiert wird. Eine Rakete fehlt. Die Bergbaustadt Tores liegt 16 Kilometer von der Absturzstelle.

1:55 Uhr: Erstmals seit "Mr. & Mrs. Smith": Angelina Jolie und Brad Pitt drehen wieder Film zusammen

Das Hollywood-Paar Brad Pitt (50) und Angelina Jolie (39) tritt nach knapp zehn Jahren wieder gemeinsam vor die Kamera. Nach Angaben des Studios Universal Pictures übernehmen die Stars die Hauptrollen in dem Filmdrama "By the Sea". Jolie schrieb das Drehbuch und soll auch Regie führen. Das Studio würde sich auf die Zusammenarbeit der Stars an diesem "eindringlichen" Film freuen, sagte Donna Langley, Vorsitzende von Universal Pictures, am Freitag nach Angaben des Branchenblatts "Hollywood Reporter".

Über den Inhalt des Films wurde nichts bekannt. Pitt und Jolie hatten sich vor zehn Jahren bei den Dreharbeiten zur Action-Komödie "Mr. & Mrs. Smith" kennengelernt. Damals spielten sie miteinander verheiratete Undercover-Killer. Die inzwischen verlobten Eltern von sechs Kindern waren seither nicht mehr zusammen auf der Leinwand zu sehen.  

1:45 Uhr: Paar, das Todesflug knapp verpasste: "Der Schock steckt uns noch in den Knochen...."

Barry und Izzy Sim wollten mit "Malaysia Airlines"-Flug MH17 nach Kuala Lumpur mit ihrem Baby, doch sie überlebten durch eine glückliche Fügung des Schicksals: Es waren für beide nicht genügende Plätze frei, deshalb buchten sie auf einem späteren KLM-Flug um.

"Ich habe immer noch ein flaues Gefühl im Magen, das Herz klopft", sagte Barry zum britischen Telegraph. "Jemand hat über uns gewacht", fügte Izzy an. 

1:10 Uhr: Ashton: Übergangsabkommen mit Iran wird bis 24. November verlängert

Das Übergangsabkommen im Atomstreit mit dem Iran wird bis zum 24. November verlängert. Dies gab EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in der Nacht auf Samstag nach Verhandlungen der 5+1-Gruppe mit dem Iran in Wien bekannt. Ziel sei es, "so bald wie möglich" eine umfassende Lösung im Atomstreit zu finden. "Wir haben greifbare Fortschritte erzielt, aber es gibt immer noch wesentliche Differenzen in bestimmten Kernfragen", sagte Ashton in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem iranischen Außenminister Mohammad Javad Zarif im Wiener Palais Coburg.

In den kommenden Wochen seien mehrere Treffen "in unterschiedlichen Formaten" geplant, um eine endgültige Lösung des Konflikts zu erreichen.  

0:25 Uhr: Bandenkämpfe in Marseille: Wieder Mann mit Kalaschnikow erschossen

In Marseille ist erneut ein junger Mann mit einer Kalaschnikow erschossen worden. Der polizeibekannte Mann sei im Norden der südfranzösischen Großstadt auf einem Moped unterwegs gewesen, als ihn zwei Männer in einem Auto angegriffen und nach einer Verfolgungsjagd erschossen hätten, verlautete am Freitag aus Ermittlerkreisen. Es handelt sich bereits um das dritte Opfer von Bandenkämpfen binnen einer Woche in der Hafenstadt, in der es immer wieder derartige Morde gibt. Am Donnerstag wurde ein 37-Jähriger, der als Drogenhändler und Fälscher von Kreditkarten bekannt war, vor einem Cafe von zwei Männern auf einem Moped erschossen. Am 11. Juli war bereits ein Mann nach einem Streit in einer Wohnsiedlung erschossen worden. Seine Leiche wurde später in einem ausgebrannten Auto entdeckt. In Marseille gibt es seit Jahren derartige Angriffe. Die Hafenstadt ist ein wichtiger Drogenumschlagplatz und hat eine Reihe von sozialen Brennpunktvierteln.  

0:10 Uhr: Flug MH17: Rebellen vernichten Beweise und Spuren des Jet-Abschusses

Die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine wollen offenbar Spuren verwischen und Beweise zerstören, berichtet der britische Guardian: Prahlerische Botschaften auf Websites, wonach eine - wie sie damals glaubten - Antonow-Militärmaschine abgeschossen wurde, sind gelöscht worden. Weiteres inkriminierendes Material wurde entfernt, darunter Fotos, die Separatisten mit BUK-Raketen zeigen, mit denen die "Malaysia Airlines"-Boeing abgeschossen wurde.

Erste eingetroffene Ermittler der OSZE wurden von bewaffneten Rebellen gehindert, das Wrackfeld nach Beweisen zu durchsuchen. Es sollen Schüsse in die Luft abgefeuert worden sein. Laut CNN sollen dutzende Leichen von den Separatisten abtransportiert worden sein.   

23:55 Uhr: Grauenhafter Fund auf Long Island: Polizei entdeckt abgetrennten Kopf

Der menschliche Kopf wurde im Ort Hempstead (US-Staat New York) von der Polizei sichergestellt. Der Fundort liegt in der Nähe von zwei Hausgärten, wo vorher Arme gefunden wurden. Bei dem ersten menschlichen Arm wurde auch Frauenkleidung sichergestellt. 

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Tatort in Long Island: Kopf gefunden

Bereits am 8. Juli war eine zerstückelte Leiche in einem anderen Ort gefunden worden. Die Polizei untersucht jetzt mit DNA-Tests, ob die Funde in Zusammenhang stehen. 

23:35 Uhr: Tauziehen: Atomgespräche mit dem Iran werden doch verlängert 

Die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm werden in der Hoffnung auf eine spätere Einigung verlängert. Darauf verständigten sich die UNO-Vetomächte sowie Deutschland und der Iran, wie diplomatische Kreise am Freitag in Wien berichteten. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums sagte, man verhandle über die Modalitäten einer Verlängerung. Eigentlich endet die selbst auferlegte sechsmonatige Verhandlungsfrist am 20. Juli. Bis dahin seien die immer noch bestehenden Differenzen aber nicht aus der Welt zu schaffen, hieß es bereits im Vorfeld der Verständigung. Bei den Gesprächen in Wien geht es darum, dass der Iran Beschränkungen seines Atomprogramms akzeptiert. Die internationale Gemeinschaft will sicher sein, dass Teheran keine Atombombe baut. Die Islamische Republik wiederum erhofft sich ein Ende der Wirtschaftssanktionen. 

23:10 Uhr: Drama um Radio-Legende Casey Kasem geht weiter: Jetzt ist seine Leiche verschwunden

Der berühmte Radio-Ansager, der mit der Hit-Show "American Top 40" weltberühmt wurde, ist vor mehr als einem Monat verstorben, doch bisher gab es kein Begräbnis. Schlimmer noch, berichtet jetzt TMZ: Die Leiche soll verschwunden sein. Angeblich soll ihn seine Witwe Jean Kasem aus einem Bestattungsunternehmen entführt haben.

Dort sollte eine Autopsie durchgeführt werden, um mögliche Misshandlungen durch seine Frau zu untersuchen. Jean Kasem hatte den an Parkinson leidenden Moderator schon kurz vor seinem Tod entführt: Seine Töchter erstritten vor Gericht, dass er in ein Spital überstellt wurde - wo er starb.

23:05 Uhr: Super-Taifun "Rammasun" kracht gegen die Küste Chinas

Der gigantische Wirbelsturm, der beim Durchmarsch durch die Philippinen bereits 64 Menschen tötete und 26.000 Häuser zerstörte, erreichte Freitag die Insel Hainan und hielt auf das chinesische Festland zu. Winde von über 250 Stundenkilometer wurden prognostiziert. Meteorologen warnten vor dem schlimmsten Sturm seit 40 Jahren.

 

 

Der Zyklon hatte sich beim Aufprall auf die Philippinen kurzfristig abgeschwächt, doch im offenen Meer am Weg nach China wieder stark intensiviert.  

23:00 Uhr: Deutschland: Mutmaßlicher Spion sieht sich nicht als Verräter

Der unter US-Spionageverdacht stehende Mitarbeiter des deutschen Verteidigungsministeriums hat seine Unschuld beteuert. "Ich bin kein Verräter", sagte er in einem am Freitagabend in der Tablet-Ausgabe der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ") veröffentlichten Interview. "Ich liebe mein Land, ich bin loyal, ich würde es niemals verraten", zitiert die Zeitung den 37-Jährigen. Der Mann steht unter dem Verdacht, US-Geheimdienstler mit Informationen versorgt zu haben. Der "SZ" sagte er, sein Fall sei eine "fatale Missinterpretation einer Freundschaft" - seine angebliche Kontaktperson sei demnach ein ehemaliger Vorgesetzter aus einer gemeinsamen Zeit im Kosovo, der inzwischen zum Freund geworden sei. Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt hatten am 9. Juli Wohnräume des Mannes im Großraum Berlin sowie sein Büro im Berliner Verteidigungsministerium durchsucht. Ein Haftbefehl wurde zunächst nicht ausgestellt, weil es nur Indizien für seine Agententätigkeit und keinen dringenden Tatverdacht gab.  

22:50 Uhr: Feuerinferno im US-Staat Washington zerstört 100 Häuser

Der Großbrand, der bisher 670 Quadratkilometer nahe dem Bayern nachempfundenen Ort Leavenworth verkohlte, griff Freitag auf weitere Orte über. 100 Gebäude wurden ein Raub der Flammen. "Alle zehn Minuten geht hier ein neues Haus in Flammen auf", sagte der Vizesheriff des Bezirkes Okanogan, David Rodriguez, verzweifelt. 

Blitzschläge hatten gleich vier Brände in der Region ausgelöst, alle diese Feuer explodierten in Intensität und Größe in den letzten Stunden. Die Stadt Pateros musste komplett evakuiert werden, hunderte Menschen sind auf der Flucht. 

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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