Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

3:55 Uhr: Amnesty fordert von Europa Klärung der Rolle bei CIA-Folter

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat europäische Staaten dazu aufgefordert, ihre Rolle bei den Verhörmethoden des US-Geheimdienstes CIA umfassend aufzuklären. Ohne europäische Hilfe "wären die USA nicht in der Lage gewesen, für so viele Jahre Menschen in Geheimgefängnissen festzuhalten und zu foltern", schreibt die Organisation in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Darin fordert Amnesty vor allem die Länder Polen, Rumänien, Litauen, Mazedonien und Großbritannien dazu auf, ihre Rolle offenzulegen und die Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen. Der Bericht belegt nach eigener Darlegung die Beteiligung mehrerer europäischer Staaten an dem CIA-Programm, unter anderem durch die Existenz geheimer Folterlager, mit "neuen Details". Die Zeit der "Verleugnung und Vertuschung" müsse nun ein Ende haben, forderte die Amnesty-Terrorexpertin Julia Hall. Die betroffenen Länder dürften sich nicht länger auf Gründe der "nationalen Sicherheit" berufen, um die "Wahrheit" über ihre Verantwortung zu verschleiern. Der Bericht kritisiert auch die Rolle Deutschlands im Fall der Verschleppung des Deutsch-Libanesen Khaled el Masri. El Masri war Anfang 2004 für mehrere Monate in die Hände der CIA geraten. Seine Gefangennahme hatte der jüngst veröffentlichte Folterbericht des US-Senats als ein Beispiel für den fehlerhaften Umgang mit Terrorverdächtigen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 angeführt. 

2:40 Uhr: Porno-Killer Magnotta legt Berufung gegen Schuldspruch ein

Der Kanadier Luka Rocco Magnotta hat Berufung gegen den Schuldspruch wegen Mordes an seinem Sexualpartner eingelegt. In dem am Montag eingereichten Antrag bezeichnete die Verteidigung des 32-Jährigen das Urteil als "unangemessen und durch die Beweislage nicht gedeckt" und forderte einen neuen Prozess. Magnottas Anwalt Luc Leclair warf unter anderem einem Jurymitglied Voreingenommenheit vor und machte ein Fehlverhalten des Richters im Umgang mit der Jury geltend. Magnotta, der früher einmal als Pornodarsteller gearbeitet hatte, war am 23. Dezember wegen Mordes schuldig gesprochen worden.

 

 

Damit müsste er mindestens 25 Jahre ins Gefängnis. Magnotta hatte gestanden, im Mai 2012 den chinesischen Studenten Lin Jun getötet und die Leiche anschließend zerstückelt zu haben. Filmaufnahmen der Tat stellte er ins Internet. Die Verteidigung hatte argumentiert, der Angeklagte sei wegen einer Persönlichkeitsstörung nicht zurechnungsfähig, die Geschworenen wiesen diese Darstellung aber zurück. Magnotta war nach der Tat geflohen und schließlich in Berlin festgenommen worden. 

2:05 Uhr: Explosive Lage: Schiiten-Miliz der Houthis belagert jemenitischen Regierungssitz

Im Jemen ist der Konflikt zwischen der Regierung und der schiitischen Houthi-Miliz eskaliert: Nach Kämpfen am Montag mit mindestens neun Toten und 67 Verletzten belagerten die schiitischen Rebellen am Abend den Sitz von Ministerpräsident Khalid Bahah. Die Regierung verlor außerdem die Kontrolle über wichtige Staatsmedien.

 

 

Die Houthi-Miliz belagere Bahahs Amtssitz und habe alle drei Eingänge abgeriegelt, sagte Regierungssprecher Rajeh Badi der Nachrichtenagentur AFP. In dem Gebäude hatte Bahah den Tag über Konsultationen zur Beilegung der Krise abgehalten. Der Regierungssprecher rief für Dienstagfrüh alle politischen Kräfte des Landes auf, in einer "Dringlichkeitssitzung" über einen Fahrplan zur Beendigung der Gewalt zu beraten. Sanaa war am Montag nach mehreren Monaten relativer Ruhe von neuen Kämpfen erschüttert worden. Augenzeugen berichteten von schwerem Artilleriefeuer in der jemenitischen Hauptstadt. Die Armee habe Panzer aufgefahren. 

1:30 Uhr: Tauwetter: US-Politiker trafen kubanische Regierungsvertreter

Kurz vor dem Verhandlungsbeginn zwischen Kuba und den USA haben sich mehrere US-Senatoren und Abgeordnete mit ranghohen kubanischen Regierungsvertretern getroffen. Die sechs demokratischen Politiker kamen unter anderem mit dem kubanischen Außenminister Bruno Rodriguez zusammen, sagte Senator Patrick Leahy am Montag in der kubanischen Hauptstadt Havanna vor Journalisten.

 

 

Tags zuvor hatten sie Vertreter der verbotenen kubanischen Opposition getroffen. Sie erkundigten sich nach dem Standpunkt der Dissidenten zu der jüngst angekündigten diplomatischen Annäherung zwischen den Regierungen in Washington und Havanna, erklärte eine Teilnehmerin. In Havanna eröffnen beide Länder diese Woche offizielle Verhandlungen zur Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen. US-Präsident Barack Obama und sein kubanischer Kollege Raul Castro hatten Mitte Dezember die Wende in dem bilateralen Verhältnis nach mehr als 50 Jahren politischer Eiszeit verkündet. 

0:55 Uhr: NASA-Sonde: Erste "Nahaufnahmen" des Zwergplaneten Ceres

Das NASA-Raumschiff "Dawn" erreichte den größten All-Brocken im Asteroiden-Gürtel zwischen Mars und Jupiter und schickte erste, faszinierende Aufnahmen. Der Zwergplanet Ceres hat einen durchschnittlichen Durchmesser von 950 Kilometern.

Die am Montag veröffentlichten Fotos waren am 13. Jänner aus einer Distanz von 380.000 Kilometern aufgenommen worden. Die Sonde soll am 6. März in eine Umlaufbahn um den Zwergplaneten gebracht werden.  

0:05 Uhr: Hitzewelle in Brasilien: Energieversorger schalten Strom zum Teil ab

In zahlreichen Regionen Brasiliens ist am Montag die Stromversorgung gedrosselt oder ganz abgeschaltet worden. Die regionalen Energieversorger folgten damit einer Anweisung der nationalen Energiebehörde ONS. Hintergrund war unter anderem der hohe Stromverbrauch bei Temperaturen von teilweise über 35 Grad, wie die ONS mitteilte. In Brasilien steigt im Jänner und Februar - dann ist dort Sommer - der Stromverbrauch wegen der fast ununterbrochen laufenden Klimaanlagen in Wohn- und Geschäftshäusern stark an. In Sao Paulo war vorübergehend der U-Bahn-Verkehr betroffen. Im Bundesstaat Rio wurde das Atomkraftwerk Angra I abgeschaltet. Auch die Bundesstaaten Espirito Santo, Minas Gerais, Parana, Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Goias, Rondonia waren in Mitleidenschaft gezogen. Die Situation habe sich nach kurzer Zeit wieder normalisiert, erklärte die ONS. 

23:25 Uhr: Feuer-Inferno in Riesenvilla in Maryland - sechs Vermisste

Feuerwehrleute wurden Montagmorgen zu einem Großbrand in einer neun Millionen Dollar teuren Mega-Mansion in Annapolis (US-Staat Maryland) mit 1500 Quadratmetern Wohnfläche gerufen, doch sie konnten wenig gegen das bereits voll entbrannte Inferno ausrichten. Und das obwohl 85 Feuerwehrleute im Einsatz waren.

 

 

Sechs Personen sollen laut Auskunft der Feuerwehr in der Brandruine vermisst sein. Das Haus gehört "Tech-Tycoon" Don Pyle (65), es blieb vorerst unklar, ob er oder seine Familie in dem Großbrand ums Leben kamen. Pyle saß im Top-Management mehrerer Tech-Firmen, zuletzt leitete er die IT-Firma "ScienceLogic" in Virginia. 

23:05 Uhr: Papst besucht bei USA-Reise auch Vereinte Nationen

Papst Franziskus will auf seiner USA-Reise Ende September auch die Vereinten Nationen in New York besuchen. Außerdem will das Oberhaupt der Katholiken nach Washington und zum Weltfamilientag nach Philadelphia fahren.

 

 

Als weitere Reiseziele für dieses Jahr nannte der Papst am Montag auf dem Rückflug von den Philippinen nach Rom die Zentralafrikanische Republik und Uganda, sowie Ecuador, Bolivien und Paraguay. Chile, Uruguay und seine Heimat Argentinien stünden im kommenden Jahr auf dem Programm, sagte der 78-Jährige nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa weiter. In Europa ist bereits eine Reise nach Frankreich angekündigt. 

22:45 Uhr: Tiger Woods behauptet, Fotograf habe ihm Zähne eingeschlagen....

Tiger Woods überraschte nicht nur seine Skiass-Freundin Lindsey Vonn mit seinem Blitzbesuch an der Cortina-Piste, sondern auch die Weltöffentlichkeit mit seinem Aussehen. Dem Star-Golfer fehlte ein Vorderzahn.

 

 

Sein Agent erzählte dem Promi-Webdienst TMZ, dass Woods mit der Linse eines Fotografen am Rande des Ski-Rennens kollidiert wäre. Dabei wurde bereits wieder gelästert und an den Tiefpunkt im Leben des Golfers erinnert, als ihm seine damalige Frau Elin Nordegren beim Auffliegen seiner Affären ein Telefon ins Gesicht drosch und ihm einen Zahn ausschlug... 

22:30 Uhr: Heldenfilm "American Sniper" löst Hass-Tweets gegen Muslime aus

Einige Kritiker in den USA halten den Streifen über Amerikas tödlichsten Sniper Chris Kyle (160 "Kills"), gespielt von Bradley Cooper und verfilmt von Clint Eastwood als Regisseur, für reine "Kriegspropaganda". Beim amerikanischen Kino-Publikum wurde der Film aber zum Hit – vielleicht auch wegen der neuen Welle an Dschihadisten-Terror. Fast 100 Millionen Dollar spielte "American Sniper" am ersten US-Kino-Wochende ein, so viel wie noch kein Film im Jänner. Das Abknallen von Feinden – vor allem im Irak, wo Kyle eingesetzt war – inspirierte jedoch offenbar auch einige Kinogeher, ihrer Wut auf Muslime via Twitter freien Lauf zu lassen. "Nach dem Kinobesuch von American Sniper würde ich selbst gerne ein paar dieser verdammten Araber abknallen", zitiert die New York Daily News aus dem Hass-Tsunami. Ein weiterer Fan des Films schrieb: "Endlich mal ein Streifen, der die Araber als das zeigt was sie sind: Niederträchtige Schädlinge, die uns vernichten wollen...".

 

 

Die Debatte um die Baller-Orgie heizte aber auch der linke Doku-Filmemacher Michael Moore von der anderen Seite an: Moore bezeichnete auf Twitter Scharfschützen als Feiglinge. "Mein Onkel wurde im zweiten Weltkrieg von einem Sniper erschossen", twitterte Moore: "Uns wurde beigebracht, dass Scharfschützen Feiglinge sind, die dich in den Rücken schießen - und Invasoren sind noch schlimmer..." Moore geriet prompt in einen Shitstorm, relativierte seine provokanten Aussagen in einer längeren Stellungnahme auf Facebook. Vor allem Chris Kyle, der nach der Rückkehr aus dem Krieg in den USA von einem "Amok-Veteranen" erschossen wurde, habe er nichts schlechtes nachsagen wollen, so Moore, einst einer der vehementesten Kritiker des Irakkrieges. 

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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