Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

5:45 Uhr: Klarer Trend: Schotten dürften gegen Unabhängigkeit stimmen

Es geht in die Zielgerade der Auszählung – und das Nein-Lager zieht davon. Nach hartem Kampf dürften die Verfechter eines unabhängigen Schottlands den Kürzeren ziehen, der "United Kingdom" wird in alter Form weiterbestehen. 17 der 32 Bezirke sind ausgezählt: "No" führt mit 56,2 % vor Yes 43,8 %.

5:35 Uhr: Schottland-Referendum: Auszählung bleibt Thriller

Sieg Nr. 2 für das Unabhängigkeitslager: West Dunbartonshire stimmt knapp für Schottland als eigene Nation. Es folgen jedoch zwei Siege für die Gegner der Loslösung: Die Bezirke Falkirk und Sterling sagen "No". Stand nach 12 Bezirken: 53,2 % No, 46,8 % Yes.  

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5:05 Uhr: Führer der Unabhängigkeitsbewegung mit versteinerter Mine fotografiert

Der Führer der Schottischen Nationalpartei und einer der treibenden Kräfte der Unabhängigkeitsbestrebungen, Alex Salmond, wurde mit grimmigen Gesichtsausdruck am Rücksitz eines Wagens beim Eingang des Aberdeen-Airports abgelichtet.

In den ersten fünf Bezirken hatten die Bürger "Nein" zur Unabhängigkeit gesagt. Doch inzwischen wurde die Stimmenauszählung wieder zum Krimi: Nach sieben Bezirken steht es plötzlich 50,9 % "No" zu 49,1 % "Yes". Mit Dundee hatte der erste Bezirk mit 54 % für die Unabhängigkeit Schottlands gestimmt.

4:20 Uhr: Regierungspolitiker glaubt bereits an Sieg für Großbritannien

Eine Schlüsselfigur der konservativen Regierung, "Chief Whip" Michael Gove, glaubt in einem Interview mit der BBC bereits fest an eine Sieg für London: "So hart der Wahlkampf war in den letzten Tagen", sagte Gove: "Es scheint, dass viele Wähler am Ende ins Nein-Lager überliefen..." In diesem Fall, fuhr er fort: "Das Vereinigte Königreich wird wohl zusammenbleiben". Mit vier ausgezählten Bezirken liegt "No" mit 57,8 % vor "Yes" mit 42,2 %. 

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Drama: In Wahlzentrale in Dundee gabe es zweimal Feueralarm...

4:05 Uhr: Shetland-Inseln wollen bei Großbritannien bleiben

Als dritter Wahlbezirk in Serie gehen die Shetland-Inseln an das "Nein"-Lager. Mit 63,7 zu 36,3 Prozent ist das Ergebnis deutlich. Das Resultat ist keine Überraschung: Die abgelegnen Inseln im Nordatlantik galten immer als Hochburg der UK-Unterstützer. Gesamt steht es laut Guardian nun 40,8 Ja, 59,2 Nein. Es sind aber bisher nur knapp über 60.000 Stimmen ausgezählt.

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3:25 Uhr: London-Loyalisten bauen Führung aus

Nach nun zwei ausgezählten Bezirken von insgesamt 32 liegt die Nein-Kampagne mit 57,8 zu 42,2 Prozent deutlich in Führung. Im Bezirk Orkney waren fast zwei Drittel für den Verbleib Schottlands im UK. Es wird aber weiter auf die großen, urbanen Wahlbezirke wie Aberdeen oder Glasgow gewartet, wo mehr Unabhängigkeitswähler vermutet werden. Dort könnte es nochmals spannend werden.

2:50 Uhr: Schottland-Referendum: Erster Wahlbezirk sagt "No"

Es wird ernst bei der Auszählung in Schottland: Beim ersten offiziellen Endresultat sagten 53,8 % der Bürger des Bezirkes Clackmannanshire Nein zu einer Abspaltung Schottlands vom UK. 46,2 % wünschten sich ein unabhängiges Schottland. Der Vorsprung lag bei 2500 Stimmen.

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2:50 Uhr: Blutbad in Florida: Amokläufer erschießt Tochter und Kinder

Grauenhafter Amoklauf im Ort Bell (US-Staat Florida): Laut örtlichen TV-Stationen hat ein 51-Jähriger seine Tochter, fünf ihrer Kinder und ein weiteres Kind erschossen. Auch der Schütze soll tot sein, er dürfte sich selbst das Leben genommen haben. Der Sheriff des Dorfes (450 Einwohner) wollte in einer Pressekonferenz den Stand der Ermittlungen besprechen.

 

 

Laut den meisten Medienberichten liegt die Opferzahl bei acht Toten. 

2:10 Uhr: Egal wie Referendum ausgeht: Großbritannien bis ins Mark erschüttert

Selbst wenn Schottland dem United Kingdom erhalten bleibt, wie letzte Umfragen suggerieren: Die knappe Abstimmung hat tiefe Narben im Staatenverbund hinterlassen. Die politischen Turbulenzen dürften auch bei einem Sieg der "Nein"-Kampagne noch eine Weile weitergehen. In London könnte vor allem Premierminister David Cameron wegen den Zugeständnissen an Schottland unter Druck kommen. Cameron plant daher nach der Verkündung des Abstimmungsergebnisses Freitagmorgen eine Rede über konstitutionelle Reformen in Großbritannien. Die ersten Resultate aus den Bezirken Shetland und Moray werden in der nächsten Stunde erwartet. 

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Zeittafel der Verkündung von Resultaten (Ortszeit) (c) Mirror

1:25 Uhr: Schottland-Drama: Extrem hohe Wahlbeteiligung in Bezirken bestätigt

Wahlbezirke melden erste Resultate, zwar noch nicht Ja- und Nein-Stimmen, dafür Endzahlen bei der Wahlbeteiligung. Und die war wahrlich beachtlich: Im Bezirk Orkney warfen 84 % der Berechtigten ihre Wahlkarten ein, in Clackmannanshire 89 %, in Western Isle 90 % und in Easton Dunbartonshire gar 97 %. Großbritannien hält weiter den Atem an. Twitter illustrierte mit einer faszinierenden Weltkarte, wo die Welt am meisten über das Referendum diskutiert. 

0:55 Uhr: Schottland-Referendum: UK-Vize-Premierminister Clegg hofft auf Verbleib Schottlands in der "Familie der Nationen"

Der Liberal-Demokrat in London twitterte: "Die Schotten haben gesprochen - ich hoffe sehr, dass sie Teil unserer Familie der Nationen bleiben". In der langen Nacht erlebt Großbritannien gerade einen kleinen Durchhänger: Erste echte Auszählungs-Ergebnisse werden erst in wenigen Stunden erwartet, es liegen derzeit nur Umfragen vor - und viele Spekulationen...

0:50 Uhr: Washington: US-Kongress erlaubt Bewaffnung von Syrien-Rebellen

Nach dem US-Abgeordnetenhaus hat auch der Senat dem Militär genehmigt, die moderaten Rebellen in Syrien für den Kampf gegen die Terrormilz Islamischer Staat (IS) zu bewaffnen und auszubilden. Auch das Oberhaus folgte damit am Donnerstag einem entsprechenden Ersuchen von Präsident Barack Obama. 73 Senatoren stimmten dafür, 22 dagegen. Obama kündigte kurz nach der Abstimmung an, noch am Donnerstagabend (19.00 Uhr Ortszeit) vor die Presse treten zu wollen. Die Trainingsmission des Militärs wird nach Angaben von Pentagonchef Chuck Hagel pro Jahr 500 Millionen Dollar (387 Mio Euro) kosten. Damit sollen jährlich 5.000 oppositionelle Kräfte ausgebildet und bewaffnet werden. Zunächst wollen die USA kleinere Waffen, Fahrzeuge und einfache Ausrüstung liefern. Wenn sich die Rebellen im Kampf bewähren, sollen modernere Waffensysteme folgen.  

0:25 Uhr: Yes-Anhänger glauben trotz Umfragen weiter an den Sieg

Die Fans eines unabhängigen Schottlands lassen sich bei einer vorzeitigen "Siegesfeier" die Laune nicht verderben, obwohl letzte Umfragen auf ihre Niederlage hindeuten. Am George Square in Glasgow zündeten Fans Leuchtraketen und schwenkten schottische Fahnen.

 

 

0:20 Uhr: Schottland-Referendum: Britische Blätter übertreffen sich mit bombastischen Titelseiten

In wenigen Stunden wird das bedruckte Papier wegen aktuellen Auszählungs-Ergebnissen alt aussehen, doch die Zeitungen ließen zum Ende des Thrillers nochmals Superlativen auf ihre Leser los: "Schottland schreibt Geschichte", titelte ein Blatt, "New Britain", schrieb der "Mirror", "Power to the People" der Independent. Der schottische "Daily Star" lehnte sich mit "Re-United we stand" gar weit hinaus.

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Das Internet glühte während des Dramas: 1,5 Millionen Tweets wurden in den letzten 48 Stunden gepostet.  

0:05 Uhr: New York: Alibaba-Aktie startet mit Ausgabepreis von 68 Dollar

Die Aktien des chinesischen Onlinehändler Alibaba beim wohl größten Börsengang aller Zeiten werden laut Medien zu einem Preis von 68 Dollar (52,49 Euro) pro Stück ausgeben. Das berichteten die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires, das "Wall Street Journal" sowie der Nachrichtendienst Bloomberg am späten Donnerstagabend unter Berufung auf gut informierte Kreise. Alibaba peilt damit einen Emissionserlös von 21,8 Milliarden Dollar an. Wenn die bei der Platzierung beteiligten Investmentbanken ihre Zeichnungsrechte ausüben, könnte das Volumen 25 Milliarden Dollar (19,3 Mrd. Euro) erreichen.

Alibaba: Größer US-Börsengang

Da zunächst nur ein Teil des Unternehmens an der Börse gelistet wird, bewertet sich Alibaba auf dieser Grundlage insgesamt mit bis zu 168 Milliarden Dollar. Alibaba ist die führende Kraft im chinesischen Onlinemarkt. Der Konzern betreibt Taobao, einen Marktplatz für kleine und mittlere chinesische Unternehmen, sowie Tmall, eine Art Online-Kaufhaus für etablierte Marken.  

23:55 Uhr: Chef der Umfrage-Firma ist sich zu 99,5 Prozent sicher: Großbritannien bleibt bestehen

Enttäuschte Gesichter bei den Anhängern einer Loslösung Schottlands nach der Freigabe der letzten YouGov-Umfrage, welche die "No"-Kampagne mit acht Punkten voran sieht. YouGov-Chef Peter Kellner, der 2600 Schotten befragen ließ, ist aufgrund der Daten zu 99,5 Prozent von einem "No"-Sieg überzeugt.

 

 

23:45 Uhr: Schottland-Referendum: "United Kingdom" könnte "united" bleiben - laut letzten Umfragen

Die Welt blickt gebannt auf Schottland. Es ist die Nacht der Wahrheit für die britischen Inseln: Alle Wahllokale haben bei der Volksabstimmung über den Austritt aus den Staatenverbund von Großbritannien nun geschlossen - und laut neuen Umfragen könnte London aufatmen: Laut dem Institut "YouGov" stimmten 54 % der Schotten gegen die Abspaltung, 46 % würden einen unabhängigen Staat unterstützen. 

23:20 Uhr: Oracle-Chef Ellison zieht sich als CEO zurück

Der CEO des US-Software-Konzerns Oracle, Larry Ellison, gibt sein Amt ab. Der Gründer des SAP-Wettbewerbers wird künftig dem Verwaltungsrat vorstehen, wie das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Die bisherigen Stellvertreter Mark Hurd und Safra Catz sollen Ellison ersetzen. Oracle veröffentlichte zudem den Finanzbericht für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2015 (bis Ende August). Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um drei Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar (6,7 Mrd Euro) und blieb damit unter den Erwartungen der Analysten. Der Netto-Gewinn trat mit 2,2 Milliarden Dollar auf der Stelle. Das Unternehmen kündigte Aktienrückkäufe über 13 Milliarden Dollar an.  

22:55 Uhr: Jagd nach "Rambo": Scharfschütze, der Trooper tötete, weiter auf der Flucht

Bewegende Szenen in Scranton (US-Staat Pennsylvania): Hunderte Polizisten standen Spalier, als State-Trooper Bryon Dickson (†38) zu Grabe getragen wurde. Die Witwe und seine zwei jungen Söhne standen tapfer mit versteinerten Minen vor dem Sarg. Dickson war vor einer Polizeibaracke in den Poconco-Bergen erschossen worden, ein Kollege wurde schwer verletzt. Gejagt wird der tatverdächtige "Sniper" Eric Frein (31), der als selbstdeklarierter "Rambo" einen Einmann-Krieg gegen die Staatsgewalt führt.

Laut seiner Familie ist Frein ein exzellenter Scharfschütze, "der kaum daneben schießt", so sein Vater. Der "Survivalist", der das Überleben außerhalb der Gesellschaft übte, sei besessen vom "Kalten Krieg", so Freunde. Er war Mitglied einer Gruppe, die Kriegsszenen simuliert. Er agierte dabei in der Rolle eines Soldaten in Osteuropa. Die Spur des "Rambo" verlor sich, nachdem die Polizei sein verlassenes SUV nahe des Tatortes fand. Bei der Großfahndung sind hunderte Beamte im Einsatz.

22:45 Uhr: Notstand in Kalifornien wegen Feuer-Infernos: Brandstifter jetzt festgenommen

Die Polizei nahm Donnerstag Wayne Huntsman wegen Verdachts auf Brandstiftung fest. Der 37-Jährige soll den derzeit gefährlichsten Brand der insgesamt 13 Feuer in Kalifornien gelegt haben: Das "Kings Fire" östlich der Hauptstadt Sacramento hatte sich auf eine gigantische Fläche von 287 Quadratkilometern ausgedehnt.

 

 

Der Brand bedroht 2000 Gebäude, tausende Einwohner sind auf der Flucht. Trotz einem Großeinsatz von 3300 Feuerwehrleuten konnte der Brand erst zu fünf Prozent unter Kontrolle gebracht werden. Die Kaution bei dem mutmaßlichen Brandstifter wurde auf zehn Millionen Dollar festgelegt. Gouverneur Jerry Brown (D) hatte wegen der dramatischen Lage den Notstand im "El Dorado County" ausgerufen. Auch das zerstörerische "Boles Fire" an der Grenze zu Oregon, das in der Kleinstadt Weed 200 Gebäude zerstörte, wütet weiter.

22:30 Uhr: IS ruft zu "Lone Wolf”-Attentaten in den USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich auf!

Die Terrormiliz des Islamischen Staates (IS) ruft zu einer Welle an Terror-Anschlägen in westlichen Staaten auf, die von fanatischen Einzeltätern exekutiert werden sollen. Die Taktik ist gefürchtet: "Lone Wolves" agieren ohne Verbindungen zum Terrornetz, sind kaum aufzuspüren. In einem 17-Seiten langen Aufruf an Anhänger richtet sich die IS-Propagandaführung an mögliche Attentäter, so der US-Privatgeheimdienst "SITE Intelligence Group”. Der gewalttätige Dschihad gehöre zu den "Pflichten" der Muslime, so der Aufruf. Angespornt werden potenzielle Terroristen zu Attentaten auf "hochkarätige Ziele" wie Politiker. Konkret in den USA: Die Kongress-Abgeordneten Barbara Boxer, Lisa Murkowski oder Kathy Castor hätten wegen ihrer "Israel-freundlichen" Politik den Tod verdient, so die IS-Todesdrohung.

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IS-Terrormilizen: Aufruf zum Terror

Die Attentäter könnten weiters Militär-Offiziere, Polizisten, Richter, Beamte, Botschafter oder Religionsführer ins Visier nehmen. Angst und Schrecken würden aber auch Morde und Enthauptungen "zufälliger Opfer" verbreiten, "egal ob Männer, Frauen oder Kinder", so das grausige Manifest: "Wie du deine Opfer tötest, bleibt dir überlassen, ein gezielter Schuss in den Kopf oder das Niedermähen von Einkäufern mit einer Maschinenpistole...”.Der IS hatte zuletzt auch Terroranschläge auf Top-Touristenattraktionen wie den New Yorker Times Square oder den "Strip" in Las Vegas empfohlen.

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

Autor: Herbert Bauernebel
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