Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

3:45 Uhr: Mann springt über Zaun: White House teilweise evakuiert

Dramatische Szene im Garten des Amtssitzes von US-Präsidenten Barack Obama - und ein schwerer Sicherheitslapsus dazu: Ein Mann hatte den Zaun des Anwesens überquert und rannte über den "North Lawn". Fast hätte der Eindringling eine der Türen zum White House erreicht.

 

CNN-Reporter sahen später, wie der Verdächtige in eine Ambulanz eingeladen wurde. Agenten des Secret Service sicherten mit Sturmgewehren bewaffnet das Areal. Teile des White House wurden evakuiert. Die Obama-Famile war vorher bereits in den Wochenendsitz Camp David geflogen. 

3:10 Uhr: Kalter Krieg: Russische Kampfjets flogen durch Luftverteidigungszonen bei Alaska

Russische Kampfflugzeuge haben in den vergangenen Tagen die Luftverteidigungszonen der USA und Kanadas durchflogen. Zwei russische Kampfflugzeuge begleitet von Tankflugzeugen und Langstreckenbombern seien am Mittwoch durch die US-Luftverteidigungszone (ADIZ) geflogen, woraufhin die US-Luftwaffe zwei Abfangjäger entsandt habe, teilte am Freitag ein Sprecher des Luftverteidigungskommandos mit. Am Donnerstag dann seien zwei russische Langstreckenbomber in die kanadische ADIZ geflogen, woraufhin Kanada zwei F-18-Jäger entsandte. In beiden Fällen hätten die russischen Militärflugzeuge die Zone ohne Zwischenfall verlassen, sagte der Sprecher des Nordamerikanischen Luftverteidigungskommandos (Norad). Zudem seien sie zu keinem Zeitpunkt in den Luftraum der USA oder Kanadas eingedrungen. Luftverteidigungszonen erstrecken sich als Pufferzonen jenseits des eigentlichen Staatsgebiets, um dem Militär bei Angriffen zusätzliche Zeit für Reaktionen zu geben. Sie werden oft einseitig von Staaten ausgerufen und unterliegen keinen internationalen Gesetzen. Ein US-Offizier sagte, es sei "das erste Mal seit langer Zeit", dass russische Kampfflugzeuge in die Zone eingedrungen seien.  

2:45 Uhr: Drama um JetBlue-Jet: "Twilight"-Autor betete, als sich Cockpit mit Rauch füllte

Flug 1416 hob Donnerstag vom Flughafen in Long Beach (Kalifornien) am Weg nach Austin (Texas) ab, als bei dem Airbus A320 in 3000 Metern Höhe im Steigflug ein Triebwerk Feuer fing. Zeugen sprachen von einer “Explosion”. Der Rauch drang in die Kabine, die Sauerstoffmasken baumelten plötzlich von der Decke. Passagiere filmten die dramatischen Szenen an Bord.

 

 

Einige dachten, dass es das Ende ist. An Bord war auch der Star der TV-Serie “Twilight", Jackson Rathbone, gemeinsam mit seiner Frau und seinem jungen Sohn. "Ich betete laut, als ich meine Frau und meinen Sohn in den Armen hielt", sagte der 29-Jährige. Die Flugbegleiter wiesen die 147 Passagiere an, für eine mögliche Bruchlandung in eine schützende Position zu gehen. Auch der Pilot wiederholte den dramatischen Aufruf: "Halten Sie sich fest!" Nach der Landung rutschte Rathbone mit seinem Kind im Arm die Notrutsche hinunter. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Videos von Bord zeigten den schieren Horror.

2:10 Uhr: IS-Terror: US-Senat setzt Kopfgeld auf Mörder der geköpften US-Journalisten aus

Der US-Senat hat ein Gesetz beschlossen, dass eine Belohnung von zehn Millionen Dollar (7,8 Millionen Euro) für Informationen aussetzt, die zur Ergreifung der Mörder der beiden US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff führen. Das Gesetz, das noch der Zustimmung des Repräsentantenhauses bedarf, aktualisiert ein Programm des Justizministeriums für Belohnungen zur Ergreifung gesuchter Personen. Die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hatte Ende August und Anfang September Videos veröffentlicht, die die Enthauptung von Foley und Sotloff zeigten. "Eine Art, das Andenken an James Foley und Steven Sotloff zu bewahren, ist, ihre bösen Mörder zur Verantwortung zu ziehen", sagte der Senator Marco Rubio, der das Gesetz eingebracht hatte.

sotloff32.jpg © Reuters - Auch US-Journalist Steven Sotloff wurde Anfang September von den Islamisten hingerichtet.

Mord an Sotloff: "Mörder zur Verantwortung ziehen"

"Unser Land hat zwei der Eigenen verloren und wir müssen alles Mögliche tun, um die Terroristen, die diese Gräueltaten begangen haben, zur Verantwortung zu ziehen", sagte die Senatorin Jeanne Shaheen. Seit der Schaffung des Rewards for Justice Program des US-Justizministeriums 1984 wurden rund 125 Millionen Dollar ausgezahlt für Informationen zur Ergreifung von mehr als 80 gesuchten Straftätern. US-Außenminister John Kerry forderte zuvor vor dem UN-Sicherheitsrat in New York eine "globale Kampagne" im Kampf gegen en IS. "Der IS stellt eine Gefahr für uns alle dar", sagte Kerry bei einer Sondersitzung des Gremiums.  

1:35 Uhr: Ukraine-Krise: Einigung auf Aktionsplan für den Osten

Bei den Verhandlungen in der Ukraine-Krise konnte sich die sogenannte Kontaktgruppe, bestehend aus Vertretern der Ukraine, Russlands und der prorussischen Separatisten, auf einen Rückzug schwerer Waffen in der Ostukraine um 30 Kilometer geeinigt. Zudem wurde ein Aktionsplan für Frieden unterzeichnet, wie der ukrainische Ex-Präsident Leonid Kutschma in der Nacht auf Samstag in Minsk bekanntgab. Der Aktionsplan soll binnen 24 Stunden in Kraft treten. Demnach sollen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die gesamte russisch-ukrainische Grenze überwachen. Über den Status der Region Donbass werde später gesprochen, sagte Separatistenführer Alexander Sachartschenko. Die Kontaktgruppe hatte im Rahmen ihrer jüngsten Beratungen am 5. September unter anderem eine Waffenruhe beschlossen, die seither zwar mehrfach verletzt wurde, größtenteils aber eingehalten wurde.

0:05 Uhr: Öl-Gigant Exxon beendet wegen US-Sanktionen Bohrungen in Russischer Arktis

Der US-Energiekonzern Exxon legt wegen der amerikanischen Sanktionen gegen die Regierung in Moskau seine Bohrungen in der russischen Arktis auf Eis. Ein Exxon-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, das US-Finanzministerium habe eine einmalige Verlängerung der Frist für die Umsetzung der Maßnahmen gewährt. Damit solle es dem Konzern ermöglicht werden, die Arbeiten am Bohrloch University-1 in der Karasee "sicher und verantwortungsbewusst herunterzufahren". Der russische Minister für Bodenschätze hatte Reuters zuvor erklärt, Exxon setzte die Erkundungen in der Region fort. Einzelheiten nannte er nicht. Die USA und Europa haben wegen der Ukraine-Krise Sanktionen gegen Russland verhängt. Exxon hatte 2011 mit dem russischen Staatskonzern Rosneft ein Abkommen über 3,2 Milliarden Dollar zur Erschließung der russischen Arktis vereinbart. Im Juli wurde die Bohrinsel "West Alpha" von Norwegen dorthin beordert, wo sie bei University-1 eingesetzt wurde. Der Investmentbank Simmons zufolge ist die Karasee gegenwärtig eine der wichtigsten Regionen für die Öl-Industrie. Das Bohrprojekt dort habe 600 Millionen Dollar gekostet. Eine Unterbrechung könnte den Zeitplan durcheinanderbringen, der eine vollständige Erschließung des Gewässers 2016 und 2017 vorsieht.  

23:10 Uhr: Karten-Trickser Ben Affleck sucht nach Vegas-Verbot Casinos in Detroit heim

Der Hollywood-Star gab zuletzt zu, dass er bei hochkarätigen Blackjack-Runden in der Spielermetropole Las Vegas Karten zählte, ein in Casinos verpönter Trick. Affleck erhielt damals im "Hard Rock"-Casino Hausverbot auf Lebenszeit. Nun wurde der leidenschaftliche Gambler, der oft mit hohen Einsätzen spielt, an einem Blackjack-Tisch im "MotorCity Casino" in Detroit gesichtet.

 

 

Der Star hatte Chips im Gesamtwert von 30.000 Dollar am Tisch liegen. Ob er wieder Karten zählte, blieb vorerst unbekannt, so der Webdienst TMZ.   

23:00 Uhr: Monsterfeuer in Kalifornien bedroht nun 12.000 Häuser

Das sogenannte "King Fire", das östlich der Kalifornien-Hauptstadt Sacramento wütet, hat sich auf eine Fläche von fast 300 Quadratkilometern ausgedehnt. Trotz einer regelrechten Schlacht durch 3300 Feuerwehrleute an den die Feuerlinien ist der Brand erst zu zehn Prozent eingedämmt. Das Inferno wurde von einem Brandstifter gelegt.

Wayne Allen Huntsman (37) wurde verhaftet und angeklagt. Er hat eine kriminelle Vergangenheit, so die Behörden, darunter Betrug, Diebstahl und Vergehen mit Feuerwaffen. Die Bekämpfung des Monsterfeuers, das sich durch den "Eldorado National Forest" frisst und 12.000 Eigenheime bedroht, kostet fünf Millionen Dollar pro Tag.  

22:45 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt Gräuel der IS-Terrormilz scharf

In einer gemeinsam verabschiedeten Erklärung verurteilte der UN-Sicherheitsrat am Freitag in New York die Tötungen, Vergewaltigungen, Entführungen und Folter durch die jihadistische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf das Schärfste. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, heißt es in dem Papier. Einige der Verbrechen "könnten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen". Das steht ebenfalls in der UN-Erklärung.

John KERRY / F18 Kampfjet © EPA, Reuters

Zuvor hatte US-Außenminister John Kerry vor dem mächtigsten UN-Gremium eine "globale Kampagne" im Kampf gegen die Jihadisten gefordert. "Der IS stellt eine Gefahr für uns alle dar", sagte Kerry bei einer Sondersitzung des Gremiums am Freitag. Bei der von ihm geforderten Kampagne gehe es nicht nur um militärische Aspekte. "Jedes Land hat dabei eine Rolle zu spielen, auch der Iran." Die Angelegenheit sei dringend. "In einer Region, die schon so viel Gewalt erlebt hat, sind diese Terroristen einzigartig in ihrer Brutalität", sagte Kerry. "Wir dürfen den Moment nicht verpassen."  

22:30 Uhr: Apple-CEO Tim Cook stelt sich mit Apple-Fans in der iPhone-6-Schlange an

Einen besonderen Clou dachte sich der Chef des Tech-Giganten zum größten Verkaufsstart eines iPhones aller Zeiten aus: Jobs-Nachfolger Tim Cook mischte sich Freitagvormittag in die Menge vor einem Apple-Store in Palo Alto (Kalifornien), feuerte Kunden beim Eintritt in den Laden an und schoss Selfies mit Fans. Freitag ging das iPhone 6 und iPhone 6 Plus mit deutlich größeren Screens in ausgewählten Staaten rund um die Welt erstmals über die Verkaufstische. Der Andrang sprengte alle Rekorde: Im berühmten Apple-Store mit dem ikonischen Glaswürfel an der Fifth Avenue wurde die Schlange der Käufer im Morgengrauen über 15 Straßenblöcke lang.

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Gedränge vor Apple-Store am Central Par

Über tausend Fans hatten die Nacht davor in den Straßen kampiert. Wer in der Früh kam, musste über neun Stunden lang warten. Die größeren "iPhone 6 Plus"-Modelle mit 5,5-Zoll-Screens waren nach wenigen Stunden komplett ausverkauft. Verkaufszahlen dürfte der Konzern Sonntag oder Montag verlauten, Analysten rechnen - wie schon beim Internet-Vorverkauf - mit neuen Rekorden.

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

Autor: Herbert Bauernebel
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