Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

3:55 Uhr: Al-Kaida-Gruppe veröffentlicht Video mit zwei Geiseln

Die Extremistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM/AQMI) hat ein Video mit zwei Geiseln aus Frankreich und den Niederlanden veröffentlicht, in dem die Männer ihre Regierungen zu Verhandlungen über ihre Freilassung drängen. Frankreich bestätigte am späten Montagabend die Echtheit des Videos. Wie das auf die Auswertung islamistischer Internetportale spezialisierte US-Unternehmen Site am Montag mitteilte, sind in dem Video der Franzose Serge Lazarevic und ein Mann zu sehen, der sich als Sjaak Rijke aus den Niederlanden vorstellt. Lazarevic, der neben der französischen auch die serbische Staatsbürgerschaft hat, war 2011 im Norden von Mali entführt worden. Er war gemeinsam mit einem weiteren Franzosen,

Philippe Verdon, auf Geschäftsreise, als beide von Bewaffneten verschleppt wurden. Verdon wurde später tot aufgefunden. In dem nun im Internet verbreiteten knapp vierminütigen Video war Lazarevic mit einem dichten Bart zu sehen, außerdem trug er eine schwarze Kappe und ein graues Gewand. Er sagte auf Französisch, dass er schwer krank und in Lebensgefahr sei. Zudem appellierte er an die Regierung in Paris, in Verhandlungen über seine Freilassung zu treten. Der Elysee-Palast in Paris bestätigte die Echtheit des Videos. Die Aufnahmen seien ein "lang ersehnter Beweis", dass der 50-jährige Lazarevic noch am Leben sei, teilte die Präsidentschaft mit. Staatspräsident Francois Hollande sei im ständigen Kontakt mit den Behörden der Länder der Region und werde "alle Formen des Dialogs" nutzen, damit der Franzose freikomme. Er ist die derzeit einzige französische Geisel. Der Mann, der sich in dem Video als der 54-jährige Niederländer Rijke vorstellte, richtete in dem Video einen ähnlichen Appell an seine eigene Regierung. Auch er trat mit einem Bart auf und sprach auf Englisch mit niederländischem Akzent. Rijke war ebenfalls im November 2011 in Mali entführt worden, allerdings unabhängig von Lazarevic.  

3:10 Uhr: Tiertragödie in der Arktis wegen Klimawandel: Nur mehr halb so viele Eisbären in Kanada und Alaska 

Die Zahlen einer US-kanadischen Studie, wo Tiere markiert wurden, könnten dramatischer kaum sein: Von 1600 Eisbären im Jahr 2001 sank die Population auf nur mehr 900 Tiere in 2010. Besonders krass war die Todesrate unter Jungtieren: Von 80 markieren Jungen überlebten nur zwei.

 

 

Als Grund für das Massensterben am Polarkreis wird das Abschmelzen des Seeeises durch die Klimaerwärmung genannt.

2:40 Uhr: Filmstar Matthew McConaughey erhielt Hollywood-Stern

Der US-Schauspieler Matthew McConaughey ist mit einem Hollywood-Stern auf dem Walk of Fame ausgezeichnet worden. Begleitet von seiner brasilianischen Ehefrau Camila Alves und den drei gemeinsamen Kindern erschien der 45-Jährige bei der Zeremonie am Montag im weißen Anzug und zeigte sich erfreut über die Auszeichnung. "Das ist ein besonderer Tag, ein großartiger Moment in meiner Karriere und auch für meine Familie," sagt er. Zu der Einweihung des Sterns auf dem berühmten Gehsteig in Los Angeles erschien auch der Produzent und Regisseur Christopher Nolan, in dessen jüngstem Science-Fiction-Film "Interstellar" McConaughey eine der Hauptrollen spielt.

 

 

"McConaughey arbeitet härter als jeder Andere und er verdient diese Auszeichnung", sagte Nolan. Auch McConaugheys Filmpartnerinnen Anne Hathaway und Jessica Chastain gaben sich bei der Zeremonie die Ehre. McConaughey blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Für seine Rolle eines HIV-Positiven in dem Drama "Dallas Buyers Club" wurde er mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Erfolge feierte er auch mit der TV-Krimiserie "True Detective".  

1:25 Uhr: Krimi vor der Wahl zur "Miss World": Schönheitskönigin von Honduras verschollen

Rund einem Monat vor der Wahl der Miss World in London ist die honduranische Kandidatin Maria Jose Alvarado spurlos verschwunden. Am Montag startete die Militärpolizei eine Suchaktion im Department Santa Barbara im Westen des Landes, wo die junge Frau zuletzt gesehen worden war, wie die Zeitung "El Heraldo" berichtete. Wegen des Verschwindens der Schönheitskönigin wurden bisher vier Verdächtige festgenommen.

 

 

Maria Jose Alvarado und ihre Schwester Sofia Alvarado waren am vergangenen Donnerstag verschwunden, nachdem sie die Geburtstagsfeier von Sofias Freund besucht hatten. Der Mann gehört zu den Verdächtigen. Maria Jose Alvarado sollte Medienberichten zufolge am Mittwoch zur Vorausscheidung des Schönheitswettbewerbs nach London reisen. Die Wahl zur Miss World findet am 14. Dezember statt.  

1:05 Uhr: Atomgespräche in Wien: Kurz hofft auf positiven Abschluss

Im Atomstreit mit dem Iran hofft der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (VP) auf einen Durchbruch bei der Mammutrunde mit den fünf UN-Vetomächten plus Deutschland und dem Iran ab dem heutigen Dienstag in Wien. Dies würde ein "Start für eine positive Entwicklung des Iran" sein, sagte Kurz gegenüber der APA vor Beginn der Verhandlungen. "Ich bin stolz, dass wir die Atomgespräche nach Wien geholt haben".

kurz.jpg © APA

Kurz: Wien als Ort des Dialogs 

Österreich und Wien können sich wieder als Ort des Dialogs beweisen. Ich hoffe auf einen positiven Abschluss der schwierigen Gespräche vor dem Ende der Deadline am 24. November", erklärte der Außenminister. Ein endgültiges Abkommen würde sicherzustellen, dass der Iran keine Atombombe bauen kann, so der Minister weiter. Angesichts der zahlreichen Krisen und Herausforderungen wäre es gut, hier eine der schwierigen Situationen lösen zu können.  

0:20 Uhr: Keine Einigung beim EU-Budgetstreit 

Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich nicht fristgerecht auf den Haushalt der Union für das kommende Jahr einigen können. Das berichteten Diplomaten am frühen Dienstagmorgen nach rund siebenstündigen Verhandlungen in Brüssel. Nun muss die EU-Kommission einen neuen Vorschlag für den Haushalt 2015 machen. Die Behörde hatte im Juni vorgeschlagen, die Ausgaben um knapp 5 Prozent auf 142 Milliarden Euro zu steigern.  

23:50 Uhr: Killer Charles Manson steht vor der Hochzeit

Der wegen mehrfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte Anführer der gefürchteten "Manson Family" ließ sich am 7. November eine Heiratslizenz ausstellen für die beabsichtigte Eheschließung mit einer 26-Jährigen Frau, die ihn seit Jahren in der Haftanstalt in Corcoran (Kalifornien) besucht. Afton Elaine Burton zog vor neun Jahren vom Mittleren Westen nach Corcoran, um mit dem heute 80-Jährigen Zeit verbringen zu können.

 

 

Die junge Frau, die sich "Star" nennt, sagte zur "Associated Press": "Es ist wahr, wir werden heiraten, ich liebe ihn". Ein Hochzeitsdatum geht aus den Dokumenten nicht hervor, beide haben 90 Tage Zeit für das Ja-Wort nach der Ausstellung der Heiratslizenz. Das Gefängnis bestätigte, dass eine kleine Zeremonie in der Haftanstalt zugelassen werden würde. Manson wurde wegen Verschwörung zum Mord an insgesamt sieben Opfern verurteilt, darunter die 1969 getötete schwangere Frau von Filmemacher Roman Polanski, Sharon Tate.  

22:55 Uhr: Scarlett Johansson vor Übersiedlung nach Kalifornien mit Baby

Mehr Sonne, mehr Auslauf: Der "Avengers"-Star kehrt dem gefürchteten New Yorker Winter vorerst den Rücken und will mit dem nun zweimonatigen Baby Rose und Verlobten Romain Dauriac ins sonnigere und weit wärmere Kalifornien übersiedeln - teilweise zumindest. Johansson inspizierte eine 2,9 Millionen Dollar teure Villa in Los Felix, wo sie früher mit Ex-Gatten Ryan Reynolds lebte.

Scarlett Johansson © Getty Images

Scarlett Johansson: Lust auf Sonne

Die Immobilie entsprach aber nicht ihren Vorstellungen, berichtete der Webdienst TMZ. Der Hollywood-Star hatte vor der Geburt eine Weile in Paris gelebt. Nun wolle sie, so Reports, die Zeit zwischen L.A. und New York aufteilen.  

22:45 Uhr: Todesfall Michael Brown: Missouri-Gouverneur ruft wegen befürchteter Krawalle in Ferguson Notstand aus 

Der Gouverneur des Mid-West-Staates, Jay Nixon (D), rief am Montag den Notstand aus und mobilisierte die Nationalgarde. Das Urteil einer "Grand Jury" wird jede Stunde erwartet: Die Geschworenen müssen bei dem juristischen Prozedere entscheiden, ob gegen den weißen Polizisten Darren Wilson Anklage erhoben wird. Wilson hatte am 9. August den farbigen Teenager Michael Brown bei einer handgreiflichen Auseinandersetzung erschossen.

 

 

Es folgten Straßenschlachten, Plünderungen aber auch brutale Polizeiübergriffe gegen Demonstranten und Journalisten. Nach dem "Grand Jury"-Urteil könnte es zu neuen Ausschreitungen kommen, wird befürchtet. Demonstrationen in Ferguson und St. Louis hatten zuletzt an Intensität zugenommen. Nixon begründete die drastischen Schritte: "Wir wollen für alle Eventualitäten gerüstet sein".

22:30 Uhr: Der Tod von Peter Kassig: Grauen, Wut und Entsetzen nach Enthauptung von dritter US-Geisel

Ein grauenhaftes 16-Minuten-Video der Mördermilizen des Islamischen Staates (ISIS) zeigt das Ende von Peter Kassig (†26), einem Ex-Soldaten, der als Entwicklungshelfer in Syrien 2013 verschleppt wurde. „Wir sind stolz auf unseren Sohn“, reagierten seine Eltern, Ed und Paula Kassig aus Indianapolis (US-Staat Indiana) in einer berührenden Stellungnahme auf Facebook. Sie seien untröstlich, dass Kassig seine Liebe zum syrischen Volk das Leben kostete. Die Eltern strichen die humanitäre Arbeit ihres auf so grässliche Weise getöteten Sohnes hervor: Er arbeitete in Flüchtlingslagern und Krankenhäusern, hatte seine Berufung gefunden.

 

 

Montag traten die tapferen Eltern vor die Kamera: "Das Gute wird sich am Ende durchsetzen", sagten sie trotz der ohnmächtigen Trauer. US-Präsident Barack Obama verdammte die fünfte, auf Video festgehaltene Enthauptung westlicher Geiseln als „Akt des puren Bösen“. Die Terrormilizen halten jetzt noch eine 26-Jährige Amerikanerin in ihrer Gewalt, die Eltern baten, ihre Identität geheim zu halten. Auffallend ist aber: Die „Choreografie“ bei Kassigs Mordvideo war anders als bei den vier Exekutionen davor: Freunde schließen daraus, dass sich Kassig gewehrt haben könnte. Er verweigerte offenbar auch das Ablesen der verrückten Dschihadisten-Propaganda vor seinem Tod. Auch die Tötung ist nicht zu sehen. 

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

Autor: Herbert Bauernebel
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