18 ukrainische Seeleute vor Hongkong vermisst

Schiffskollision

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18 ukrainische Seeleute vor Hongkong vermisst

Nach dem Zusammenstoß zwischen dem Schlepper "Naftogas 67" und dem chinesischen Frachter "Yao Hai" am Samstag suchten Taucher am Sonntag nach den Seeleuten, sagte der Hongkonger Hafendirektor Roger Tupper.

Überlebende in gesunkenem Schiff?
Es wurde vermutet, dass die Besatzungsmitglieder von "Naftogas 67" im Maschinenraum oder in den Kabinen des gesunkenen Schiffes eingeschlossen waren. Kurz nach dem Unglück waren sechs Ukrainer sowie das einzige chinesische Besatzungsmitglied gerettet worden. Nach Angaben des ukrainischen Kapitäns hatte das chinesische Schiff ihm die Vorfahrt genommen.

"Unsere erste Priorität ist es, die verschwundenen Menschen zu orten, sei es im Inneren des Schiffes oder an der Wasseroberfläche", betonte Hafendirektor Tupper. Zunächst scheiterten neun Versuche, Zugang zu dem gesunkenen Schiff zu bekommen, wegen der starken Strömung und der schlechten Sicht in der Meerestiefe.

Ein Rettungsschiff wurde an den Unglücksort geschickt, um die "Naftogas 67" in weniger tiefe Gewässer zu schleppen. An Bord des ukrainischen Schleppers waren zum Unglückszeitpunkt 24 ukrainische Besatzungsmitglieder sowie ein chinesischer Seemann gewesen.

Der Chef des staatlichen Energieunternehmens Tschornomornaftegas, Anatoli Prisiaschnjuk, äußerte im ukrainischen Simferopol die Hoffnung, dass die vermissten Seeleute noch am Leben seien. Wenn sie sich im Inneren des Schiffes befänden, könnten sie möglicherweise dank Luftblasen überleben, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Prisiaschnjuk telefonierte nach eigenen Angaben mit dem geretteten Kapitän der "Naftogas 67". Dieser warf dem chinesischen Frachter demnach vor, ihm die Vorfahrt genommen zu haben. Die "Naftogas 67" fuhr laut Prisiaschnjuk seit 2002 für eine Schweizer Firma.

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko forderte seine Regierung auf, Kontakt zu den chinesischen Einsatzkräften aufzunehmen. Die Ukraine solle jede mögliche und notwendige Hilfe leisten, sagte seine Sprecherin in Kiew.

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