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Weltchronik

Klage gegen "Borat" gescheitert

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Der Verkauf der DVD wird nicht gestoppt. Über eine gesonderte Klage auf Schadenersatz muss noch entschieden werden.

Die Klage zweier amerikanischer Studenten gegen den Kinohit "Borat" ist gescheitert. Ein Gericht in Los Angeles lehnte es ab, den Verkauf der DVD zu stoppen und eine Szene aus dem Film schneiden zu lassen. Die beiden Studenten aus dem US-Bundesstaat South Carolina hatten geltend gemacht, sie seien mit Tricks zur Mitwirkung an dem Streifen überredet worden. Der Filmemacher und britische Komödiant Sacha Baron Cohen habe sie absichtlich betrunken gemacht, um ihre Unterschrift für die Einverständniserklärung zu bekommen.

Über Schadenersatz wird noch entschieden
Wie die "Los Angeles Times" am Dienstag berichtete, sah Richter Joseph Biderman die Standards für eine Einstweilige Verfügung nicht erfüllt. Zudem hätten die Studenten nicht nachweisen können, dass der ihnen entstandene Schaden nicht auch durch Geld wieder gutgemacht werden könne. Über eine gesonderte Klage auf Schadenersatz muss noch entschieden werden.

Die beiden Studenten sind in einer Szene zu sehen, in der sie sich mit Cohen und einem weiteren Mann ein Sexvideo von Pamela Anderson anschauen. Dabei machen sie frauenfeindliche und rassistische Bemerkungen. Der dritte Mann hatte sich der Klage nicht angeschlossen.

Richter: 'Keine lallenden Menschen gesehen'
Der Rechtsanwalt des verklagten Studios 20th Century Fox, Louis Petrich, äußerte sich dem Internetdienst E!online zufolge zufrieden über die Entscheidung. "Das entspricht all den Zweifeln, die der Richter während der Anhörung hatte", sagte der Anwalt. Richter Biderman hatte erklärt, er habe in dem Film keine stolpernden oder lallenden Menschen gesehen.

Die Klagewelle rollt - der Rubel auch
Gegen "Borat" laufen in den USA noch weitere Klagen. So fühlen sich auch drei rumänische Dorfbewohner von den Filmemachern verunglimpft. An den Kinokassen ist die Satire dagegen nach wie vor ein Hit. Der Film, der die Vorurteile der Amerikaner entblößen soll, spielte bisher in Nordamerika 120 Millionen Dollar (rund 90 Millionen Euro) ein.

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