Buschbrände in Kalifornien wüten weiter

30.000 flüchten

© Reuters

Buschbrände in Kalifornien wüten weiter

Mehr als 70 Häuser zerstört, Tausende Menschen auf der Flucht - die schweren Buschbrände in der Umgebung von Santa Barbara in Kalifornien wüten weiter. Wie der TV-Sender CNN am Freitag berichtete, forderte die Feuerwehr bisher etwa 30.000 Bewohner auf, ihre Häuser zu verlassen. Die Feuersbrunst nähere sich immer mehr dicht besiedelten Gebieten.

Mindestens 75 Häuser seien den Flammen bereits zum Opfer gefallen. Über Nacht wurden die Winde wieder stärker, was die Arbeit der Feuerwehr zusätzlich erschwerte. Die Brände sind noch längst nicht unter Kontrolle.

5.000 Häuser evakuiert
Eine mehr als elf Quadratkilometer große Fläche wurde bereits zerstört, mehr als 5.000 Häuser sind evakuiert worden. Fernsehbilder zeigten die verkohlten Reste teurer Villen. Etwa 2.000 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Zunächst hatte die Feuerwehr am Donnerstag (Ortszeit) erste Erfolge gemeldet. Ein Übergreifen der Feuersbrunst aus dem hügeligen Hinterland auf den Küstenort konnte zunächst verhindert werden. Am Freitag hieß es, lediglich zehn Prozent der Brände seien unter Kontrolle.

Notstand ausgerufen
Der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, besuchte am Donnerstag das Krisengebiet. Bereits zuvor hatte er im Bezirk Santa Barbara den Notstand ausgerufen, damit Geld und Personal schneller zur Verfügung gestellt werden können.

Santa Barbara, ein malerischer Küstenort rund 150 Kilometer nördlich von Los Angeles, wird immer wieder von schweren Bränden heimgesucht. Im Herbst 2007 hatten Dutzende Brände zwischen San Diego und Malibu den Süden Kaliforniens in ein Flammenmeer verwandelt. Zeitweise waren eine Million Menschen auf der Flucht, mindestens 1.500 Häuser wurden zerstört, zwölf Menschen kamen ums Leben.

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