Das Grauen aus dem Horrorheim auf Jersey Das Grauen aus dem Horrorheim auf Jersey Das Grauen aus dem Horrorheim auf Jersey Das Grauen aus dem Horrorheim auf Jersey Das Grauen aus dem Horrorheim auf Jersey Das Grauen aus dem Horrorheim auf Jersey

Immer mehr Leichen

© REUTERS/Toby Melville

 

© Peter Macdiarmid/Getty Images

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Das Grauen aus dem Horrorheim auf Jersey

Auf der Insel Jersey im Ärmelkanal haben die Ermittler am Wochenende nach weiteren Spuren von Misshandlungen in einem ehemaligen Kinderheim gesucht. Vizepolizeichef Lenny Harper warnte am Samstag vor Journalisten in Saint Martin vor jeglichen Versuchen, Zeugen oder Opfer einzuschüchtern. Harper bestätigte, dass ein früherer Mitarbeiter des Heims Haut de la Garenne ein mutmaßliches Opfer bedroht habe. Wirtschaftsverbände auf der Insel, die im vergangenen Jahr 400.000 Touristen anlockte, fürchteten unterdessen um das Image des Ferienparadieses.

Weitere grausige Funde nicht ausgeschlossen
Harper wollte nicht ausschließen, dass weitere grausige Funde bevorstehen könnten. Nach dem Fund eines Kinderschädels im Kellerverlies des Ex-Kinderheims hatten sich in der vergangenen Woche Hinweise auf offenbar systematische Misshandlungen gehäuft. Bei Grabungsarbeiten entdeckten die Ermittler am Freitag eine Falltür. Zwei frühere Heimbewohnerinnen, die ihre Namen nicht veröffentlicht sehen wollten, sagten, sie seien in Einzelzellen eingesperrt worden.

Jerseys Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Philip Ozouf, betonte, dass die Ermittlungen an der Lage in Jersey nichts änderten. "Nichts hat sich geändert, es ist immer noch eine fürsorgliche, mitfühlende und sichere Insel", sagte Ozouf der Nachrichtenagentur AFP. Der Sprecher des Fremdenverkehrsverbandes, Mike Tait, versicherte, es gebe zunächst keine spürbaren Folgen der grausigen Funde. Die 23-jährige Inselbewohnerin Heather Brown sagte, sie hätte Verständnis dafür, wenn Familien mit Kleinkindern von Reisen nach Jersey Abstand nähmen. Statt einer "Sonneninsel" werde nun das Image einer "Insel der Kindesmisshandlung" im Vordergrund stehen.

Mindestens 160 Opfer
In der großangelegten Ermittlung sagten bisher mehr als 160 Opfer aus. Die Fälle reichten demnach bis in die 50er Jahre zurück und setzen sich bis Ende der 80er Jahre fort. Die Polizei hatte am 23. Februar begonnen, in dem Kinderheim zu graben. In einem ersten Kellerraum hatte sie den Schädel eines Kindes und weitere Knochen gefunden. Die Ermittler machten seither einen zweiten Kellerraum aus. Zeugen sprachen von einem dritten geheimen Kellerraum. Die Grabungsarbeiten wurden fortgesetzt, für die Ermittlungen wurden zwölf weitere Beamte angefordert.

Ein Zeuge, der seinen Namen mit Steve angab, sagte der Zeitung "The Times", ein Mitarbeiter habe ihn davor gewarnt, weitere Informationen an die Polizei zu geben. "Diese Person legte mir nahe, dass ich ein gutes Leben, einen guten Job und eine Familie habe. Ich hätte die Insel verlassen und alles liege in der Vergangenheit. Und das wieder auszugraben, würde nur mehr Probleme verursachen."

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