Geldstrafen für sprachliche Fehler in der Slowakei

Gesetzesvorschlag

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Geldstrafen für sprachliche Fehler in der Slowakei

Die Slowakei will die Reinheit ihrer Sprache mit drastischen Mitteln schützen. Bis zu 5.000 Euro sollen künftig Sprachsündern drohen, die gegen die Regeln ihrer Muttersprache verstoßen. Das Kulturministerium begründet seinen Gesetzesvorschlag, der demnächst dem Parlament vorgelegt werden soll, mit dem "Verfall der Sprachkultur" in den Medien und in der Öffentlichkeit.

Unter anderem würden viel zu häufig auch dann Fremdwörter verwendet, wenn es ein entsprechendes slowakisches Wort gebe. Dass sowohl Medien als auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens äußerst schlampig mit der (relativ komplizierten) Grammatik der Staatssprache umgingen, hat auch Ministerpräsident Robert Fico schon in öffentlichen Reden angeprangert.

Die Gesetzesnovelle würde in ihrer derzeitigen Formulierung aber auch Grammatik- und Rechtschreibfehler unter Strafe stellen. Das würde aber breiten Raum für Behördenwillkür eröffnen, warnten slowakische Medien am Dienstag. Voraussetzung für eine Bestrafung ist laut dem Gesetzesvorschlag zwar das Vorliegen einer schriftlichen Beschwerde gegen den Verstoß gegen das Staatssprachegesetz. Die kann aber von jedermann beim Kulturministerium vorgebracht werden.

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