Geringe Überlebenschance für Bergleute

China

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Geringe Überlebenschance für Bergleute

Für die nach einem Wassereinbruch in zwei ostchinesischen Kohlebergwerken vermissten Bergarbeiter gab es nur noch geringe Überlebenschancen. Das räumte der Leiter der Bergbausicherheit in der Provinz Shandong, Wang Ziqi, am Samstag nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua ein. Neben den zunächst 172 vermissten Bergarbeitern einer Grube des Betreibers Huayuan Mining wird nun in einem anderen Bergwerk derselben Region nach neun weiteren Kumpeln gesucht.

Zunächste Mine bei Jinan überschwemmt
Zunächst war der Einbruch von Oberflächenwasser in der Huayuan-Mine, etwa 150 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Jinan, gemeldet worden. Bereits am Freitag hatten dort Regenfälle zum Anschwellen des nahe gelegenen Wen-Flusses und zu einen Dammbruch geführt. Das Flusswasser überschwemmte die Kohlegrube. Im Laufe der Rettungsaktion wurde zunächst versucht, den Damm wieder zu schließen, um weiter einströmendes Wasser aufzuhalten.

Zurzeit des Unglücks hatten den Angaben zufolge 756 Kumpel in der Huayuan-Grube unter Tage gearbeitet. Bis Freitagabend seien 584 Bergleute gerettet worden, sagte Xu Qinyu, Geschäftsführer des Betreiberunternehmens. Bei dem anderen Unglück in der Minggong-Kohlegrube konnten 86 Arbeiter gerettet werden.

Bergungsarbeiten in vollem Gange
Seitdem der Regen am Samstagvormittag aufgehört hat, waren die Begungsarbeiten in vollem Gange. Rund 2.000 Soldaten sowie Polizisten und Grubenarbeiter beteiligten sich laut Xinhua an der Suche nach den Vermissten. Mehr als 50 Arbeiter seien damit beschäftigt, das Wasser aus dem Schacht zu pumpen.

Weitere Kohlebergwerke am Ufer des Wen seien vorübergehend geschlossen worden. Anrainer wurden aufgefordert, sich auf eine möglich Evakurierung vorzubereiten.

Jährlich kommen durch Unfälle in chinesischen Bergwerken nach Schätzungen bis zu 10.000 Menschen ums Leben. Schuld sind meist veraltete Ausrüstung, schlechte Sicherheitssysteme oder fehlende Kontrollen.

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