Müllhaufen brennen in Neapel

Tonnenweise Abfall

© AFP

Müllhaufen brennen in Neapel

In Neapel bleibt der Müllnotstand akut. Unrat türmt sich seit Tagen meterhoch auf den Straßen, aufgebrachte Bürger setzten am Samstag riesige Müllberge in Brand. Die Feuerwehr musste 45 Mal ausrücken. Nach Angaben italienischer Medien lagen Tonnen von Müll auf den Straßen. Die Lage ist vor allem in den Gemeinden unweit des Vesuvs schwierig.

Grund des Debakels: Es gibt nicht genügend Müllverbrennungs-Anlagen in der Region. " So kann man einfach nicht mehr weiterleben. Wir sind im Kriegszustand", empörte sich ein Bürgermeister im Raum von Neapel. Qualm und beißender Rauch lag über den betroffenen Gemeinden. Schon geht die Sorge um, die Müllplage könnte die Touristen vertreiben. Bereits im Frühjahr hatte es einen ähnlichen Ausnahmezustand in der Region gegeben, der Wochen lang dauerte.

Der Raum Neapel, in dem zwei Millionen Menschen leben, leidet seit Jahren unter Problemen bei der Abfallentsorgung. Das hat inzwischen die Mafia genützt, um illegale Deponien zu errichten. Italien produziert nach Angaben von Umweltschützern mit 1,3 Kilogramm pro Kopf und Tag mehr Müll als der EU-Durchschnitt. Auch das Recycling wird deutlich weniger gefördert als in anderen europäischen Ländern.

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