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Pazifischer Feuerring für Erdbeben verantwortlich

Vulkangürtel

© EPA

Pazifischer Feuerring für Erdbeben verantwortlich

Ein so verheerendes Erdbeben wie in der Nacht auf Donnerstag hat Peru seit langer Zeit nicht mehr erlebt. Anfällig für Beben ist das südamerikanische Land aber generell, denn es liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und nahezu die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten aneinander. Durch die ständige Bewegung in den Tiefen der Erde sind Erdstöße und Beben keine Seltenheit.

Vulkanisch sehr aktiv
Der Feuerring zählt zu den vulkanisch aktivsten Weltregionen und besteht größtenteils aus einer Reihe von Inselbögen wie den Aleuten, den Kurilen und dem indonesischen Archipel. Er verläuft im Osten von Chile über Peru bis nach Nord-Alaska und im Westen von Japan bis Südostasien und zu den Pazifischen Inseln. In der Region befinden sich rund 40 Prozent aller noch aktiven Vulkane. An den Rändern der Pazifischen Platte ist der Erdmantel an einigen Stellen nur wenige Kilometer dick. Durch Plattenverschiebungen werden Schwächezonen erzeugt, flüssiges Magma kann leichter aufsteigen. Wenn die aufgestaute Energie austritt, folgen meist schwere Beben und Vulkanausbrüche.

Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) wurden seit 1900 entlang des Rings im Jahresdurchschnitt knapp 20 Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 7,0 auf der Richter-Skala gemessen. "Peru ist eigentlich ein ganz klassisches Erdbebenland, die Pazifikküste Südamerikas allgemein ein Starkbebengebiet", sagte zu dem Thema auch der deutsche Geophysiker Klaus Lehmann (Krefeld) am Donnerstag. Der Experte vom Geologischen Dienst des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen wies darauf hin, dass sich vor Peru die ozeanische Kruste der Nazca-Platte unter die südamerikanische Kontinentalplatte schiebe. "Das passiert mit einer mittleren Geschwindigkeit von etwa zehn Zentimetern pro Jahr. Das geschieht aber nicht gleichmäßig, sondern in Schüben, und so kommt es in der Region regelmäßig zu Erdbeben."

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