Rohe Gewalt auf Rios Straßen

32 Tote

© AP

Rohe Gewalt auf Rios Straßen

Kämpfe rivalisierender Drogengangs und ein verstärkter Polizeieinsatz gegen die kriminellen Banden haben in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro seit dem Wochenende bereits 32 Menschenleben gekostet.

Allein am Mittwoch erschossen Sicherheitskräfte bei Feuergefechten in den nördlichen Elendsvierteln der Stadt sechs mutmaßliche Drogenhändler, wie die Polizei mitteilte. Hunderte Slumbewohner flüchteten vor den jüngsten Gefechten und suchten sich auf Straßen in anderen Vierteln Schlafplätze.

Die Gewalt im Drogenmilieu war am Wochenende eskaliert, als bei einem Gefecht rivalisierender Gangs auch ein Polizeihubschrauber abgeschossen wurde. Dabei kamen drei Beamte ums Leben. Die Kämpfe am Mittwoch konzentrierten sich auf das nördliche Gebiet beim Maracana-Stadion, in dem 2016 die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele stattfinden soll. Die Olympiabewerbung Rios stach am 2. Oktober Chicago, Madrid und Tokio aus. Gewalt und Verbrechen bis 2016 unter Kontrolle zu bekommen, gehört zu den größten Herausforderungen für die zweitgrößte Stadt Brasiliens.

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