24. November 2009 11:45
Sammler-Leidenschaft oder einfach nur geschmacklos? Ein russischer
Milliardär will Hitlers Nobelkarosse kaufen - um einen Millionenbetrag. Dazu
hat der namentlich nicht bekannte Oligarch laut "Rheinischer Post"
einem deutschen Händler in Düsseldorf einen entsprechenden Auftrag erteilt.
(c) dpa,
Michael Fröhlich im Hitler-Mercedes.
Auto stand in Bielefeld
Der 59-jährige Oldtimer-Händler Michael
Fröhlich machte sich prompt auf die Suche - und wurde fündig: In Bielefeld.
Dort stand der Mercedes 770 K des Diktators. Nach dem Krieg gelangte dem
Bericht zufolge der Oldtimer für 2.000 Reichsmark nach Österreich, dann
landete er im Casino-Hotel "Imperial Palace" in Las Vegas. Als der
Besitzer verstarb, kam das Gefährt des Diktators nach München, in eine
Privatsammlung eines Brauer-Milliardärs, der vor kurzem verstarb. Seine
Witwe verkaufte das Auto mit dem Kennzeichen 1A 148461 nach Bielefeld. Nun
hat ein vermögender Russe sein Interesse bekundet.
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Info-Box: Die technischen Daten
Der mit vier Zentimeter dickem Glas gepanzerte Mercedes 770 K wiegt
rund fünf Tonnen, hat 400 PS und verbraucht 40 Liter Super auf 100
Kilometern, so Fröhlich. Der Tank fasst 300 Liter. Der Tacho zeigt
33.000 gefahrene Kilometer an. Spitze: 180 km/h. Unter dem
hochklappbaren Beifahrer-Sitz befindet sich eine Stehmulde: Darauf
zeigte sich Hitler bei offenem Verdeck dem Volk.
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Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagt nun
Fröhlich: "Fast jeder, der den Hitler-Mercedes gekauft hat, ist
bald darauf gestorben. Hitler, der Sammler in Las Vegas, der
Brauerei-Milliardär....." Ob wirklich so etwas wie ein Fluch auf
dem Auto lastet, gilt noch zu beweisen. In diversen Internet-Foren wird
jedenfalls heftig diskutiert, dass jemand überhaupt Interesse für das Auto
des Massenmörders bekundet.