Sechs Schüler und ein Lehrer von Fluss mitgerissen

Neuseeland

Sechs Schüler und ein Lehrer von Fluss mitgerissen

Bei einem schweren Unwetter sind in Neuseeland am Dienstag sechs Teenager und ein Lehrer tödlich verunglückt. Nach zwei weiteren wurde am Abend noch gesucht, berichtete das neuseeländische Fernsehen. Einer war nach stundenlanger Suche lebend gefunden worden.

Trauer
Nach dem tödlichen Unfall während eines Schulausflugs in Neuseeland haben in Auckland fassungslose Jugendliche um ihre Mitschüler und den Lehrer getrauert. Am Mittwochmorgen versammelten sich die schockierten Schüler am Elim Christian College in Auckland und weinten, als sie die Nachricht von weiteren Opfern hörten. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass alle Toten geborgen worden seien. Demnach kamen sechs Schüler im Alter von 16 Jahren und ein 29 Jahre alter Lehrer ums Leben.

Die Gruppe war beim Wandern in der Mangatepopo-Schlucht unweit von Turangi auf der Nordinsel Neuseelands von einem plötzlich anschwellenden Fluss mitgerissen worden. Vier Schüler sowie der Leiter der Wanderung überlebten das Unglück.

Von Regenguss überrascht
Die Wanderung war von einem Ausflugszentrum namens "Sir Edmund Hillary Outdoor Pursuits Centre" organisiert worden. Dessen Leiter Grant Davidson sagte, der heftige Regenguss sei völlig überraschend gekommen, es sei nur mit Schauern gerechnet worden. Durch den Platzregen sei der normalerweise ruhige Fluss so gefährlich angeschwollen.

Die Schüler seien zum Zeitpunkt des Unglücks durch das Wasser und am Rand des Flusses entlang gewatet. Sie seien mit wetter- und wasserfester Kleidung, Helmen und Rettungswesten ausgestattet gewesen. Hätte der Lehrer am Dienstag einen Zweifel an der Sicherheit der Wanderung gehabt, hätte er sie gestoppt, zeigte sich Davidson überzeugt.

Der Sprecher des neuseeländischen Wetterdienstes, Bob McDavitt, sagte dagegen, die Behörde habe am Montag eine Warnung vor heftigem Regen ausgegeben. Am Dienstag sei zudem eine schwere Sturmwarnung für die Gegend nördlich von Turangi herausgegangen. Die neuseeländische Premierministerin Helen Clark sagte, die Tragödie sei "der schlimmste Alptraum" für die Schule und die Angehörigen der Opfer.

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